00:00:02: Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Money on Her Mind, dem DECA-Finanz-Podcast rund um Geld und Karriere-Themen.
00:00:25: Natürlich auch in den nächsten Jahren.
00:00:28: Gleich zum Jahresauftakt überschlagen sich ja die politischen Nachrichten in den letzten Tagen und so wie wir geendet sind, beschäftigen uns auch in diesen Tagen vor allem wieder die USA.
00:00:38: Deshalb geht es in der heutigen Folge um Machtverschiebung, um wirtschaftspolitische Weichenstellungen und um internationale Spannungen und wir stellen uns die Frage, was heißt das denn eigentlich für die Weltordnung, für die Wirtschaft und auch ganz konkret für uns und für euch als Anlegerinnen.
00:00:53: Auch bei uns in Deutschland hält das neue Jahr einige Änderungen bereit und die wollen wir uns auch noch mal ein bisschen genauer anschauen.
00:00:59: Deshalb freue ich mich umso mehr, dass auch heute wieder meine Kollegin D.K.
00:01:02: Volkswirtin Dr.
00:01:03: Gabriele Wiedmann an meiner Seite ist.
00:01:05: Hallo Gabriele, schön, dass du da bist.
00:01:07: Hallo liebe Tanja, ich wünsche dir noch ein frohes neues Jahr und natürlich auch unseren Hörerinnen und Hörern.
00:01:13: Und trotz aller Nachrichten, die wir in letzter Zeit so hatten, ja, es ist schön, dass wir uns mal wieder sehen.
00:01:19: Gabriele, wenn wir so auf den Jahresauftakt schauen, politisch fühlt sich da vieles... unsicher und dynamisch an.
00:01:26: Deshalb würde ich zuerst mit dir gerne über die aktuellen Berichterstattungen rund um den amerikanischen Präsidenten und wen zu Ela sprechen.
00:01:33: Wie blickst du denn auf die aktuelle Lage?
00:01:36: Also Tanja, es ist ja ein ziemlich komplexes Thema, alles was jetzt so rund um die USA und die Weltpolitik passiert.
00:01:44: Aber ich glaube, wenn wir es ganz weit runterkondensieren, dann geht es hauptsächlich darum, dass sich jetzt zur Zeit wieder zwei große Machtblöcke in der Welt formieren.
00:01:55: Eigentlich ist das ja schon eine ganze Zeit lang so im Bewegung, aber jetzt wird es noch mal deutlicher.
00:02:00: Es geht um, die USA wollen Weltmacht bleiben und sie wollen sich auch abgrenzen gegenüber China, der anderen großen Weltmacht.
00:02:07: Und dafür tun die USA jetzt einiges.
00:02:09: Sie haben in Venezuela ganz klar demonstriert, sie sind militärisch stark.
00:02:14: Sie können steuern, Sie können Überraschungsangriffe machen und Sie können das auch sehr effizient durchziehen.
00:02:20: Und es zeigt uns, dass sich politisch viel bewegt, aber auch wirtschaftlich.
00:02:25: Jetzt muss man aber daneben sagen, Venezuela ist ein kleines Land.
00:02:30: Und deshalb ist es für die Weltwirtschaft nicht so wichtig.
00:02:33: Insofern ist es aus wirtschaftlicher Sicht nicht so gravierend.
00:02:36: Aber diese Fragmentierung der Welt, die uns da nochmal ganz eindrücklich gezeigt wurde, dass die USA diesen Plan vorantreiben, das ist für mich eine wichtige Botschaft.
00:02:45: Und kannst du für uns vielleicht nochmal ganz kurz zusammenfassen, was da genau eigentlich in den letzten Tagen passiert ist für diejenigen von uns, die vielleicht das Glück hatten, über die Feiertage und über den Jahreswechsel nicht ganz so viele Nachrichten zu schauen?
00:02:57: Also die USA haben ja einen... Militärschlag gegen Venezuela gemacht.
00:03:01: Am Ende haben sie sich den Präsidenten von Venezuela geschnappt und ihn in die USA mitgenommen, um ihn dort anzuklagen.
00:03:09: Sie wollen das Regime destabilisieren und die USA wollen in Lateinamerika möglichst viele Staaten haben, die mit ihnen zusammenarbeiten.
00:03:20: Also wenn man so diese nationale Sicherheitsstrategie, die Neue anschaut, dann ist ja das Ziel, dass die USA im Prinzip ganz Amerika, Nord- und Südamerika politisch und wirtschaftlich dominieren, um da ihren Wirtschafts- und Machtblock dann nochmal auszubregen.
00:03:35: Und Venezuela selbst, da ist es jetzt relativ ruhig, die Vizepräsidentin ist jetzt an der Macht und es gibt schon erste vorsichtige Signale, dass die venezolanische Regierung auch mit den USA kooperieren möchte.
00:03:48: Sehr wichtig ist neben den politischen, machtpolitischen Dingen auch die Tatsache, dass in Venezuela viele Ölreserven sind und dass die US-Konzerne jetzt wohl auch Zugriff auf das Öl kriegen, dass dort dann auch wieder mehr Öl produziert wird.
00:04:02: Das ist ja jetzt in dieser Misswirtschaft der venezuelanischen Regierung auch sehr schlecht gelaufen mit der Ölproduktion.
00:04:10: Und wir haben ja schon in einer unserer früheren Folgen mal darüber gesprochen, dass die Welt gewisserweise fragmentierter wird.
00:04:17: Was würdest du denn sagen, verändert sich gerade so ganz grundsätzlich an der globalen Ordnung und welche Rolle spielen dabei die Entwicklungen rund um die USA und Präsident Trump?
00:04:27: Die Trump-Regierung macht das viel klarer, viel offensichtlicher, dass sie eben sagt, China entwickelt sich immer mehr zum Gegner, zum Konkurrenten in diesem Machtgefüge.
00:04:38: Und die Trump-Regierung macht ganz klar, dass sie diese diese Zweiteilung der Welt vorantreiben möchte, dass sie es nicht zulassen möchte, dass China zu viel Macht bekommt.
00:04:48: Jetzt ist es aus wirtschaftlicher Sicht ja einerseits schwierig, weil es kommen die Zölle, es kommen diese stärkeren Handelsschranken.
00:04:56: Das wird komplizierter mit dem Freihandel, der es nicht mehr so ausgeprägt.
00:04:59: Umgekehrt ist es aber auch so, dass in dieser fragmentierteren Welt neue Wege aufgebaut werden müssen, neue Handelswege.
00:05:08: Es müssen Produktionsstandorte so aufgebaut werden, dass man trotzdem arbeiten kann.
00:05:12: Und es scheint so, als ob die Weltmärkte da im Augenblick das Thema spielen würden, dafür muss man jetzt investieren.
00:05:20: Dafür muss viel Geld investiert werden.
00:05:22: Daran können die Unternehmen aber auch verdienen.
00:05:25: Und deshalb, und das sehen wir ja schon die ganze Zeit, Die Weltwirtschaft wächst weiter, die Unternehmensumsätze, die Gewinne steigen weiter.
00:05:33: Also für Wertpapieranlagen, für Geldanlage insgesamt, auch für die Weltwirtschaft insgesamt ist es nicht weiter dramatisch.
00:05:39: Es ändert sich viel, es ist weniger effizient, aber da muss jetzt eben auch viel passieren und davon profitieren die Unternehmen.
00:05:46: Und denkst du, dass für Trump mit Venezuela seine Pläne beendet sind, weil man liest ja auch immer wieder über... Kolumbien beispielsweise auch über Grönland.
00:05:58: Wie würdest du das einschätzen?
00:06:00: Es ist natürlich hoch schwierig darüber jetzt zu spekulieren, aber es scheint ganz klar zu sein, dass das erste erste Schritt war eines lang angelegten Planes.
00:06:11: Und wie gesagt, wenn man Nur darüber nachdenkt, es geht um zwei Machtblöcke.
00:06:16: Es geht darum, im eigenen Machtblock möglichst viel Einfluss zu bekommen.
00:06:20: Dann könnten uns da schon noch einige Überraschungen ins Haus stehen.
00:06:23: Und Lateinamerika, Südamerika ist garantiert die erste Region, wo Trump am allerst stärksten arbeiten möchte.
00:06:31: Ich erinnere mich dran, du hast auch in einer unserer letzten Folgen mal diesen schönen Satz gesagt, wir machen gerade eine Rolle rückwärts bei der Globalisierung.
00:06:38: Ist das, wenn ich dir so zuhörte, schon auch immer noch der Fall, oder?
00:06:43: Definitiv, ja.
00:06:44: Denk mal, allein die Zölle, die Handelsbeschränkungen, die jetzt kommen, das ist... Das ist Rückwärtsgang bei der Globalisierung auch, dass man nicht mehr auf Freihandels setzt, auch nicht mehr so stark auf Völkerrecht und dieses Verträge einzuhalten.
00:07:01: Das macht es schwieriger, das macht die ganzen Abläufe weniger effizient.
00:07:07: Das könnte das Wachstum dann ein bisschen bremsen, aber wie gesagt, dadurch, dass man sich jetzt neu an die neue Welt anpassen muss, das schafft wieder neue Möglichkeiten.
00:07:16: Und neue Möglichkeiten ist auch das richtige Stichwort.
00:07:19: Du sagst ja auch immer die Unternehmen, die finden irgendwie immer wieder ein Weg, sich an diese veränderten Bedingungen anzupassen.
00:07:25: Deshalb lass uns als nächstes vielleicht nochmal auf die Wirtschaft schauen und wie sich das da auswirkt.
00:07:31: Du sagst grad schon, Not macht erfinderisch so ein bisschen.
00:07:34: Wie blickt ihr denn auf das Wachstum in den nächsten Jahren?
00:07:38: Die Säulen des Wachstums sind weiterhin intakt und wir haben da ja schon ab und zu auch darüber geredet hier im Podcast.
00:07:45: Allein das Bevölkerungswachstum der Welt.
00:07:47: Die Weltbevölkerung wächst weiterhin um knapp ein Prozent.
00:07:51: Das ist ein ganz großer Wachstumsmotor.
00:07:53: Zweiter Wachstumsmotor, neue Technologien, künstliche Intelligenz, aber auch weiterhin die Folgen der Digitalisierung, der Technologisierung.
00:08:02: Das schafft Wachstum bei neuen Erfindungen, bringen immer wieder neue Investitionen, neue Möglichkeiten.
00:08:07: Und das ist das, was dann wichtig ist für unsere Wachstumsbognosen.
00:08:12: Ein bisschen Wachstumsbremse durch Protektionismus, also dieses Zölle, diese Handelsbeschränkungen, aber auf der anderen Seite auch wieder stärkeres Wachstum, allein durch die neuen Technologien, durch den Umbau der Weltwirtschaft.
00:08:25: Und man muss dann schon dazu sagen, der Wettbewerb wird ein bisschen verringert durch den Protektionismus, auch durch das, dass man diese zwei Macht- und Wirtschaftsblöcke wieder haben wird.
00:08:38: Das könnte vielleicht ein bisschen mehr Inflationsgefahren bringen.
00:08:41: Andererseits muss man dann auch wieder sagen, zum Glück haben wir weiterhin unabhängige Notenbanken und die werden dafür sorgen, dass die Inflation im Rahmen bleibt.
00:08:50: Da hoffen wir natürlich auch, dass in den USA die Notenbank weitgehend unabhängig bleibt.
00:08:55: Dann bleibt jetzt natürlich noch die Frage offen.
00:08:57: Was bedeutet das dann eigentlich für die Anlegerinnen und Anleger?
00:09:01: Also gibt es irgendwas, was wir jetzt besonders beachten sollten, auch vor dem Hintergrund dieser politischen Unsicherheiten?
00:09:08: Ich würde mal ganz platt sagen, nein, denn Venezuela ist ein kleines Land, also rein wirtschaftlich gesehen ist da nicht viel passiert.
00:09:17: Die ganz großen Umweltzungen, die gehen langsam vonstatten.
00:09:21: Das weltwirtschaftliche Wachstum ist weiterhin intakt und insofern passt das auch mit den Geldanlagen.
00:09:27: Wir müssen natürlich weiterhin Beziehungsweise noch besser aufpassen, dass wir breit streuen, dass wir unsere Geldanlagen gut verteilt haben über die Welt und dass wir regelmäßig investieren.
00:09:39: Aber am wichtigsten ist es, wir müssen, wir sollen bei unserer Strategie bleiben, nicht einfach den Kopf einziehen und denken, jetzt ist da alles fürchterlich, sondern solche Themen, solche Ereignisse werden immer wieder kommen.
00:09:54: Die Welt war vorher schon unsicher.
00:09:55: Wir haben es vielleicht nicht so gemerkt, aber... Es hat sich nicht viel geändert.
00:10:01: Also auch nicht unbedingt diese Berichterstattung als Ratgeber für unsere Anlagestrategie nutzen.
00:10:06: Und wenn wir jetzt schon bei Investitionsentscheidungen und langfristiger Planung sind, dann würde ich mit dir gerne den Blick wieder auf diese Seite des
00:10:14: Teichs lenken
00:10:15: und darüber sprechen, was sich eigentlich hier in Deutschland mit Blick aufs Geld ändern wird in twenty sechs und zwanzig.
00:10:21: Also viel großes ist es nicht, aber es sind viele kleinere Dinge.
00:10:24: Beispielsweise, dass die Grundfreibeträge bei der Einkommenssteuer ansteigen, Kinderfreibeträge steigen.
00:10:30: die Pendlerpauschale grundsätzlich ansteigt, weil jetzt diese Achtunddreißig sind schon ab dem ersten gefahrenen Kilometer gelten und nicht wie bisher erst ab dem Einundzwanzigsten.
00:10:40: Also so rein steuerlich werden wir ein bisschen entlastet.
00:10:45: Das Kindergeld steigt, auch die Rente wird wahrscheinlich ansteigen.
00:10:48: Von der Seite kommt dann schon ein paar positive Dinge.
00:10:53: Allerdings muss man dann auch wieder sagen, das ist weitgehend Inflationsausgleich real.
00:10:57: nach Abzug der Inflation.
00:11:00: bleibt dann am Ende wahrscheinlich ungefähr gleich viel übrig.
00:11:04: Dieser Inflationsausgleich, das ist auch noch wichtig, der findet dann auch statt bei Mindestlohn.
00:11:08: Der Mindestlohn steigt nochmal deutlich stärker sogar als die Inflation.
00:11:13: Aber es steigen auch die Sozialabgaben.
00:11:16: Also gerade das Thema Beitragsbemessungsgrenzen, die bei den höheren Einkommen relevant sind, die gehen nach oben und bei vielen gesetzlichen Krankenkassen werden auch die Zusatzbeiträge steigen.
00:11:28: Da ist dann auf der Seite wieder einiges, was teurer wird.
00:11:32: Jetzt komme ich nochmal mit meinem Sportverein, worüber ich mich sehr freue, ist, dass bei Ehrenamtlichen die Übungsleiterpauschale und die Ehrenamtpauschale ansteigen.
00:11:42: Da kann man dann also nochmal mehr Steuern sparen oder mehr verdienen im Verein, wenn man da aktiv ist.
00:11:47: Und am Strich, wenn wir das alles jetzt zusammenzählen, da ein bisschen mehr, da ein bisschen höhere Freibeträge.
00:11:54: Aber hauptsächlich Inflationsausgleich, unterm Strich wird wahrscheinlich nicht viel mehr übrig bleiben, weil eben auch viele Dinge des täglichen Lebens noch mal teurer werden.
00:12:03: Und wenn Menschen so grundsätzlich mit dem, was du eben berichtet hast, das Gefühl haben, einfach weniger finanziellen Spielraum zu haben, auch wenn es hier ein bisschen mehr gibt, und da wird es vielleicht noch mal ein bisschen teurer zum Beispiel bei Themen wie Wohnraum.
00:12:17: Was heißt das denn eigentlich fürs Investieren?
00:12:19: Würdest du sagen, Span- und Geldanlegen ist überhaupt noch realistisch?
00:12:22: Es ist definitiv realistisch und wichtig, denn es geht ja um finanzielle Vorsorge.
00:12:28: Und ich möchte an eines noch mal erinnern, nämlich sparen kann man auch deshalb, wenn man immer wieder aufs Neu überlegt, alles das, was ich ausgebe, ist das wirklich alles wichtig.
00:12:38: Also brauche ich das alles?
00:12:40: Brauche ich die Streamingangebote?
00:12:42: Brauche ich die Arbos?
00:12:45: Könnte ich vielleicht sogar aufhören zu rauchen?
00:12:46: Da kann man auch ganz schön viel Geld sparen.
00:12:50: Also das ist das eine, aber es ist auch andererseits wirklich noch mal relevanter, wenn das Geld knapper wird, dass man umso mehr dann auch dranding zu sparen und das klassische sparen, also einfach nur Geld beiseite legen und irgendwo, ich weiß auch nicht, also auf dem Chirokonto liegen zu lassen, das reicht dann eben umso mehr nicht mehr aus, weil da gibt es keine Zinsen und ich muss ja wenigstens die Inflation ausgleichen.
00:13:13: Da aufpassen, dass man nicht nur bei Seite legt, sondern richtig spart anlegt in Wertpapiere und es ist auch nicht so entscheidend, wie hoch, also dass es jetzt gleich ein paar hundert Euro im Monat sind, sondern es ist viel mehr entscheidend, dass man es überhaupt tut, dass man es regelmäßig tut, Geld bei Seite legt und dass man auch passt, dass die Erzählterin Diethe hoch genug ist.
00:13:34: Und da sprichst du gerade noch ein wichtiges Thema an.
00:13:36: Wir haben uns ja auch im Podcast schon das eine oder andere Mal über Vorurteile rund um Geldanlage unterhalten.
00:13:41: Und einige schrecken ja noch immer vorm Investieren zurück, weil sich dieser Glaubensterz hält, um zu investieren, brauche ich richtig viel Geld.
00:13:49: Und ich brauche keine Tausende von Euro, um Wertpapiere zu kaufen.
00:13:53: Genau, Tanja.
00:13:53: Wenn
00:13:54: ich sie habe, natürlich umso besser,
00:13:55: aber... Ja, stimmt.
00:13:57: Aber es reichen auch schon kleine regelmäßige Beträge.
00:13:59: Und da kann man wirklich anfangen mit zehn Euro im Monat.
00:14:02: Das ist überhaupt kein Problem.
00:14:03: Zuerst mal langfristig, regelmäßig, ein bisschen was beiseite legen.
00:14:08: Wenn es dann die Möglichkeit gibt, mehr beiseite zu legen, beispielsweise... weil euer Einkommen ansteigt oder weil er vielleicht einen guten Nebenjob hat oder weil er eben doch durch irgendwas einsparen, dann mehr Geld im Monat habt, dann legt auch das regelmäßig an.
00:14:22: Aber der ganz wichtige Faktor ist die Zeit, wenn ich über eine lange Zeit spare, dann kann dieser Zinseszins-Effekt wirken, gerade wenn ich eine höhere Rendite habe.
00:14:31: Und vergesst auch nicht gerade in diesen unsicheren Zeiten nicht nur, dass man denkt, naja, das ist gerade so wenig.
00:14:37: Nein, man denkt auch, es ist der falsche Zeitpunkt.
00:14:39: Nein, ist es nicht.
00:14:40: Jetzt anfangen.
00:14:42: Und wenn ihr jetzt anfängt, dann habt ihr eben auch mehr Zeit, als wenn ihr erst in fünf oder zehn Jahren anfängt, wo ihr vielleicht mehr Geld übrig habt, vielleicht aber auch nicht.
00:14:51: Und nochmal, ihr könnt ja auch selbst was an eurem Einkommen steuern.
00:14:56: Also redet auch mal wieder mit euren Führungskräften drüber, ob ihr nicht ein höheres Einkommen kriegen könnt.
00:15:01: Und wenn ihr dann eine Gehaltserhöhung habt oder einen höheren Lohn kriegt, dann nutzt dieses zusätzliche Plus auch, um mehr bei Seite zu legen.
00:15:09: Und Gabriel, ich erinnere mich an unsere letzte Folge.
00:15:11: Wir haben ja über gute Neujahrsvorsätze gesprochen.
00:15:14: Und ich glaube, wir wollten uns beide auch ein bisschen mehr mit unseren Finanzen beschäftigen.
00:15:18: Und du hast gerade schon die Abos angesprochen.
00:15:20: Ich weiß, ich habe auch so einen Kandidaten zu Hause sitzen, der bestimmt schon seit einem Jahr sein Fitnessstudio Abo nicht in Anspruch genommen hat.
00:15:27: Also wir haben da auch durchaus Optimierungspotenzial.
00:15:29: Wir sollten mal die Kontaktdaten unserer Männer austauschen.
00:15:33: Er ist ja ein bisschen älter als dein Partner.
00:15:36: Er hat fünf Jahre lang im Fitnessstudio seinen Beitrag bezahlt, ohne hinzugehen und er hat keine Spendenbescheidigung dafür bekommen.
00:15:44: Also auch bei uns läuft es nicht immer, alles ganz perfekt.
00:15:48: Wenn ich dir so zuhöre, dann bekomme ich ja schon so ein bisschen das Gefühl, dass sich trotz einiger positiver Veränderung für die Menschen nicht allzu viel ändert und wir auch weiterhin gefordert sind, selbst vorzusorgen.
00:15:58: Gerade du hast gesagt, Rente steigt zwar, das beschäftigt jetzt vor allem wahrscheinlich Leute in meiner Altersgruppe, dass für uns noch irgendwelche positiven Effekte haben
00:16:07: wird.
00:16:08: Da würde ich ein Fragezeichen dran machen.
00:16:11: Würdest du denn sagen, dass das auch so eine grundlegende Veränderung in der Bedeutung von Geldanlage im Alltag der Menschen als Auswirkung hat.
00:16:20: Also ich zumindest habe das Gefühl, dass meine Freundinnen und ich Familien im Bekanntenkreis, wir sprechen da viel häufiger drüber inzwischen.
00:16:30: Und was du da indirekt ansprichst oder was mir dazu einfällt, Tanja, da haben wir heute ja noch gar nicht geredet, ist das Thema Staatsschulden.
00:16:39: Die Staatsschulden?
00:16:41: steigen zurzeit kräftig an und das heißt perspektivisch, dass die Staaten, die Regionen für die Sozialsysteme nicht mehr so viel Geld ausgeben können.
00:16:49: und dann noch die demografische Entwicklung, also Alterung der Bevölkerung, wenige Junge, die nachwachsen.
00:16:54: Das heißt, wir müssen sehr sicher damit rechnen, dass die Sozialsysteme in Zukunft weniger leisten können.
00:17:01: Wir müssen also mehr privat vorsorgen und das, was du beobachtet hast, das beobachte ich in meinem Umkreis auch, also auch meine Generation, ich bin ja schon ganz schön viele Jahre älter als du.
00:17:11: Wir reden viel mehr darüber, dass wir privat vorsorgen müssen, dass wir was tun müssen und wir müssen damit rechnen, Sozialsysteme werden in Zukunft nicht mehr so viel leisten und deshalb ist es sinnvoll und gut selbst vorzusorgen.
00:17:26: Ich habe Vertrauen, dass unsere Regierungen, unsere Sozialsysteme auch zukünftig ein Existenzminimum sichern werden.
00:17:32: Aber wir wollen ja freileben, wir wollen reisen, wenn wir mehr Zeit haben im Alter und das alles werden wird und nur dann können, wenn wir privat vorsorgen.
00:17:41: Und deshalb, der Bedeutungszuwachs ist da.
00:17:43: Und dieser Bedeutungszuwachs, dem tragen wir am besten Rechnung, indem wir schauen, dass wir Rendite stark sparen und dass wir früh anfangen und früh anfangen und damit den Zins-Effekt nutzen.
00:17:54: Das ist immer noch der beste Trick, um ein Vermögen anzusammeln.
00:17:58: Und wenn wir da nochmal darauf schauen, was sind eigentlich so die Faktoren, die uns außer, habe ich wirklich genug Geld dafür?
00:18:03: Investieren ist nur was für Leute, die schon ganz viel gespart haben oder die Welt ist gerade so unsicher.
00:18:09: Ich möchte deshalb nicht investieren, weil was, wenn ich... Vielleicht auch Geld verlieren kann.
00:18:13: Ich nehme jetzt mit, wenn ich dir zuhöre, weniger von den eingangs diskutierten Medienberichten beeinflussen lassen.
00:18:19: Und die Hauptsache ist, man fängt an, man streut breit und man bleibt am Ball.
00:18:24: Und vertraut auf Wertpapiere.
00:18:27: Tanja, wenn ich gerade zu überlege in den letzten Tagen, was ist alles passiert?
00:18:30: Denk mal, also der Überfall der USA jetzt auf Venezuela, dass da so ein Schock durch die Welt geht.
00:18:37: Und was ist dann gleichzeitig passiert?
00:18:39: Die Aktienkurse haben neue Rekordstände erreicht.
00:18:42: Der DAX ist ja über fünfundzwanzigtausend Brute gesprungen.
00:18:47: Und das alles zeigt uns.
00:18:49: Die Märkte, die sind ja schon sehr nüchtern.
00:18:52: Und die Märkte wissen, die Weltwirtschaft wächst weiter.
00:18:55: Und die Märkte können auch abstrahieren von diesen negativen Nachrichten.
00:19:00: Also lasst uns darauf besinnen.
00:19:02: Negative Nachrichten gibt es immer.
00:19:04: Unsicherheit gibt es immer.
00:19:05: Aber.
00:19:06: Wir wissen auch, politische Börsen haben kurze Beine.
00:19:09: Es geht ums langfristige Anlegen, ums Vertrauen darauf, dass langfristig Aktienkurse steigen, dass es langfristig Zinsen gibt, dass es langfristig Gewinne bei Rentenanlagen, bei Immobilienanlagen gibt.
00:19:22: Und dieses langfristige Denken, eine Strategie haben, das hilft.
00:19:26: Und im Zweifelsfall, wenn ich mir ganz unsicher bin, vielleicht doch einfach mal meine Beraterin meinen Berater aufsuchen und mich da nochmal ein bisschen besser informieren.
00:19:34: Oh ja.
00:19:35: Wenn wir das jetzt alles mal zusammenfassen, was würdest du dann sagen, sind für dich so die wichtigsten Punkte, die Anlegerinnen und Anleger aus diesen Veränderungen bei uns, aber auch in der Weltwirtschaft konkret für den Start ins neue Jahr mitnehmen sollten?
00:19:49: Wir werden weiterhin Inflationen haben.
00:19:52: Die bleibt zwar niedrig, die bleibt begrenzt, so bei plus minus zwei Prozent, aber sie ist da.
00:19:56: Das heißt, das ist eins, worauf wir achten müssen, dass wir, wenn wir Geld anlegen, dass wir über die zwei Prozent drüber kommen müssen bei unserer Rendite, damit unsere Kaufkraft erhalten bleibt.
00:20:07: Erstens.
00:20:08: Zweitens.
00:20:10: Geld anlegen, das ist was, was wir für uns und unsere Zukunft tun.
00:20:13: Und das ist wichtig.
00:20:14: Und wenn wir das Gefühl haben, wir schaffen es nicht genügend zu sparen, dann lasst uns nochmal genau darüber nachdenken, wie wir schaffen, dass wir doch ein bisschen was sparen, ein bisschen was oder vielleicht auch ein bisschen mehr.
00:20:25: Das ist ja immer das Ziel.
00:20:27: Und wenn Wir dann Eindruck haben, dass nur so wenig Geld übrig ist, dass sich das doch gar nicht lohnt, dann möchte ich auch nochmal dagegen halten.
00:20:35: Es lohnt sich auch schon, wenn ihr anfängt mit zehn Euro pro Monat oder fünfzehn Euro pro Monat und dann sukzessive steigern und auch das gibt über die Zeit hinweg schon ein kleines Vermögen.
00:20:46: Überlegt euch also, wo ihr Geld einsparen könnt, wo ihr was beiseite legen könnt und denkt langfristig und fangt früh an.
00:20:53: Und nochmal, Tanja, du hast es ja vorhin gesagt.
00:20:56: breitstreuen regelmäßig investieren.
00:20:58: Das sind die wichtigen Regeln.
00:20:59: Und da ändert sich auch zum Jahreswechsel, im Jahr ist es auch.
00:21:02: im Jahr ist es auch.
00:21:02: im Jahr ist es auch.
00:21:03: im Jahr ist, im Jahr ist es auch.
00:21:03: im Jahr ist, im Jahr ist es auch.
00:21:04: im Jahr ist, im Jahr ist
00:21:05: es auch.
00:21:05: im Jahr ist, im Jahr ist es auch.
00:21:06: im Jahr ist, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es auch, im Jahr ist es Was sicherlich auch Dinge sind, die uns berechtigterweise nachdenklich stimmen.
00:21:24: Auch in diesem Jahr ist es keinen Grund, seine Finanzthemen auf die lange Bank zu schieben, ganz im Gegenteil.
00:21:29: Vielen Dank auch an euch, dass ihr auch in diesem Jahr wieder bei uns rein hört.
00:21:31: Und wenn ihr noch mehr volkswirtschaftliche Einordnungen zu den aktuellen Geschehnissen hören möchtet, dann hört vielleicht auch mal bei unseren Kollegen von Mikrotrift Makro mit unserem Chef volks wird Dr.
00:21:40: Ulrich Carter rein.
00:21:42: Die gibt es nämlich nächste Woche Freitag schon wieder.
00:21:44: Und wir hören uns an dieser Stelle dann in zwei Wochen wieder.
00:21:47: Vielen Dank und bis bald.
00:21:49: Bis bald.
00:21:49: Tschüss.
00:21:49: Wir sehen uns bald wieder.