00:00:03:
00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Money on Her Mind, dem DK-Finanz-Podcast rund um Geld und Karriere-Themen.
00:00:25: Heute möchte ich, DK-Folkswirtin Gabriele Wiedmann, mit einer Expertin über das Thema Währungen sprechen.
00:00:31: Viele von euch denken dabei sicher an Fernreisen, an Geld umtauschen oder einfach an den Euro.
00:00:37: Aber Währungen sind auch ein entscheidender Faktor für eure Geldanlage.
00:00:41: Wir wollen darüber reden, was Wechselkurse sind und wie man mit Währungen Geld verdienen oder auch verlieren kann und welche Rolle Inflationen, Zinsen und Gold in diesem Zusammenhang spielen.
00:00:52: All diese Fragen bespreche ich heute mit meiner DK-Kollegin Dr.
00:00:57: Marina Lütje.
00:00:59: Marina ist bei uns die Währungsexpertin in der volkswirtschaftlichen Abteilung.
00:01:03: Marina, schön, dass du heute da bist.
00:01:05: Hallo,
00:01:06: liebe Gabriele.
00:01:06: Ich freue mich auch sehr, dass ich endlich mal bei euch hier zu Besuch sein darf.
00:01:10: Liebe Marina, wir haben schon ganz lange versucht, dich mal in den Podcast zu kriegen.
00:01:14: Heute ist es soweit.
00:01:16: Wir beide arbeiten im Macro Research, also der volkswirtschaftlichen Abteilung der DK Bank.
00:01:21: Und bevor wir jetzt mal über unser Thema reden, würde mich zuerst mal interessieren, Wie kam es eigentlich, dass du Volkswürttin geworden bist?
00:01:31: Ja, wie bin ich Volkswürttin geworden?
00:01:33: Ich kam mich zum Akku Research, der DECA Bank.
00:01:36: Ich habe zunächst ganz klassische Wirtschaftswissenschaften studiert.
00:01:39: Da habe ich dann gemerkt, dass mir das Themengebiet Geld und internationale Finanzmärkte besonders interessiert.
00:01:45: Da habe ich dann auch später meinen Studium darin vertieft, habe dazu auch promoviert.
00:01:51: Übrigens zum Thema Behavioral Finance im Form Management.
00:01:53: Ganz spannend, dass man da Verhaltensanomalien aus der Psychologie bekannte Verhaltensanomalien im Verhalten der Form Manager analysiert.
00:02:01: Wie Herdenverhalten oder Selbstüberschätzung.
00:02:05: Und nach der Promotion, da habe ich dann auch gedacht, ja, jetzt wäre es ganz gut, auch weiterhin Finanzmarkt nahe zu arbeiten, auch Forschungsorientier dann wenig zu bleiben.
00:02:14: Und da war ich tatsächlich im Makro-Research der Dekabank sehr gut aufgehoben, wo wir jetzt auch das Makrobild der Welt genau unter die Lupe nehmen, praktisch erforschen die Finanzmarktbewegungen und entsprechend dazu auch Prognosen erstellen.
00:02:27: Wusstest du denn recht früh, dass du Volkswirtschaft studierst oder hast du dich spontan entschieden, wer hat dich dazu motiviert?
00:02:33: Die Wirtschaft an sich hat mich schon ewig begeistert, auch schon in der Schule.
00:02:37: Ich wusste, es ist ein breites Spektrum ist, wo man sich entsprechend auch breit später aufstellen kann, vor allem wenn man noch am Anfang keine genaue Vorstellung von dem hat, was man machen möchte.
00:02:47: Das ist ein Selbstfindungsprozess, der auch während des Studiums so ein wenig entstanden ist.
00:02:51: und da bieten halt.
00:02:53: Studien, Schwerpunkte wie Volkswirtschaft oder Betriebswirtschaft oder Wirtschaftswissenschaften, wie in meinem Fall eine sehr gute Orientierungshilfe, dass man breiteinsteigt und später schaut, was einen denn so wirklich an den einzelnen Themengebieten interessiert.
00:03:05: Bei mir war es nämlich auch damals so, ich habe irgendwie so einen Studienführer durchgeblättet und bin so nach dem Ausschlussprinzip vorgegangen, was mich alles nicht interessiert und das fand ich spannend.
00:03:14: Jetzt aber zur Sache.
00:03:16: Wir beide arbeiten ja recht viel zusammen.
00:03:18: Wir sind ja eine einigermaßen kleine Abteilung, so zwanzig, fünfundzwanzig Leute.
00:03:22: Meine Fachaufgaben sind beispielsweise Rohstoffanalyse, deutsche Geldvermögen, auch die Geldanlage aus volkswirtschaftlicher Sicht.
00:03:30: Kannst du bitte unseren Hörerinnen und Hörern erzählen, was so deine Schwerpunkte sind?
00:03:35: Ja, sehr gerne.
00:03:37: Wir haben grundsätzlich, also viele von uns in der Abteilung haben grundsätzlich zwei Aufgaben.
00:03:41: Es ist zu meinen demakrikonomische Analyse, ganz klar.
00:03:44: Wir stellen ja Prognosen für Konjunktur- und Kapitalmärkte.
00:03:48: Und hier verantworte ich vor allem die Bereiche Wechselkursprognosen und habe auch im Blick die Nicht-Euro-Länder, vereinigtes Königreich, Schweiz, Schweden, Norwegen, Dänemark.
00:03:59: Guckt mir da also ganz genau die Geldpolitik an, die konjunkturellen Entwicklungen und das hilft mir natürlich auch.
00:04:04: sehr bei meiner Wechselkursprognose.
00:04:08: Und der zweite Schwerpunkt von vielen von uns ist die Kommunikation.
00:04:13: berichten auch über unsere Prognosen, über Markteinschätzung an unsere Kunden.
00:04:17: Das sind wesentliche Sparkassen oder auch institutionelle Anleger.
00:04:22: Wir tauschen sehr regelmäßig und oft darüber aus, wie wir unsere Kernbotschaften im Makroausblick am besten platzieren, wie wir sie am besten formulieren.
00:04:30: Denn es ist ja immer das große Ziel, auch komplexe Themen möglichst prägnant und gut verständlich weiterzugeben, dass es auch an unseren Kunden auch gut verständlich und klar aufgenommen wird.
00:04:42: Wir beide sind Kommunikatorinnen.
00:04:44: Das ist auch eine der Gründe, warum wir hier jetzt heute beim Podcast da sitzen.
00:04:48: Genau, das ist so klasse.
00:04:51: Marina, komm, wir machen mal noch ein bisschen Definitionen bzw.
00:04:54: Erklärungen.
00:04:55: Was sind Währungen überhaupt?
00:04:56: Und was haben Sie mit Geldanlage zu tun?
00:04:59: Tanja Heinrich und ich reden schon seit vielen Folgen in unserem Podcast über Anlageklassen wie Aktien, Renten, Immobilien.
00:05:06: Von Währungen war bisher fast nie die Rede.
00:05:10: Sind die denn eine eigene Anlageklasse?
00:05:13: Ja, grundsätzlich für die Definition der Währung.
00:05:17: Was ist das überhaupt?
00:05:18: Die Währung ist ja für uns einfach eine Geldeinheit, eine Geldeinheit eines Währungsgebietes.
00:05:23: Das ist der Euro, der US-Dollar, der Schweizer Franken, all die Währung dieser Welt.
00:05:29: Das sind die Währungen, die bestimmte Eigenschaften haben, diese Geldeinheiten, die die als Zahlungsmittel, als haben einen stabilen Wert, als Wertaufbewahrungsmittel, das sind so die Klassiker, die so eine Währung auch beschreiben.
00:05:42: Da haben wir natürlich auch die Möglichkeiten, als Anlegerinnen auch mit Währungen, mit Wechselkursen, mit Einschätzung der Wechselkurse Geld zu machen, ganz klar.
00:05:54: Da gibt es ganz viele Möglichkeiten, man kann am einfachsten vielleicht sich das so vorstellen, dass man bei einer Bank eine Art Fremdwährungskonto eröffnet und dann einfach nur Fremdwährung auf diesem Konto liegen lässt, weil man entsprechend auch vom Wechselkurs Bewegungen profitieren möchte.
00:06:08: Oder man kauft tatsächlich Wettpapiere in anderen Währungsräumen, sodass man dann in den USA zum Beispiel Aktien kauft oder Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen.
00:06:19: Und auch da haben wir natürlich auch einen Währungseffekt drin später bei der Betrachtung unserer Rendite.
00:06:26: denn wir werden dann nicht nur Tierendiete haben aus der Entwicklung des Unternehmens, sondern tatsächlich aus der Entwicklung der Währungsbewegung des Wechselkurses.
00:06:34: Das muss man immer wieder dabei noch berücksichtigen.
00:06:37: Also da gibt es diverse Möglichkeiten, wie man auch in Währungen investieren kann.
00:06:41: Und das ist ein Beispiel, wie es ist so.
00:06:43: Also wenn ich eine Zinsanlage in den USA nehme, sagen wir mal eine Staatsanlage, da kriege ich ja meinen Zins dann drauf.
00:06:50: Und sagen wir mal, der Euro wertet gegenüber dem US-Dollar ab.
00:06:53: dann profitiere ich ja als Euroanlegerin.
00:06:57: Das ist ja das Tolle, also dass man dadurch dann eigentlich wird der Euro schwächer, aber wenn wir US-Dollaranlagen haben, dann können wir gewinnen.
00:07:05: Und das zweite ist ja auch noch, was ich noch ergänzen könnte.
00:07:08: Es gibt ja auch solche Termingeschäfte, wo man einfach Wetten am Kapitalmarkt macht, darauf, ob eine Währung auf oder abwertet.
00:07:16: Und auch da kann man Geld verlieren oder gewinnen.
00:07:20: Aber das ist dann schon relativ spekulativ, oder?
00:07:22: Was würdest du sagen, Marina?
00:07:23: Absolut,
00:07:24: so sehe ich das auch.
00:07:25: Man kann natürlich am Währungsmarkt wunderbar spekulieren, indem man auf bestimmte... Bewegungen der Währung setzt.
00:07:30: Man setzt darauf, ob sie stärker sich verhält, perspektivisch oder schwächer gegenüber dem Euro.
00:07:35: Und ja, da kann man durchaus ein bisschen auf Geld zocken, Geld verspielen oder auch Geld gewinnen.
00:07:41: Das ist eher die Spekulationskasse.
00:07:42: jetzt für die Themen, die wir jetzt, liebe Gabriele, gemeinsam Marco Research bearbeiten, ist es jetzt weniger der Fokus, denn wir sprechen ja von langfristigen Makrotrends und entsprechend auch langfristiger Geldanlage.
00:07:54: Aber Richtung Spekulationskasse kann man durchaus auch auf Wechselkurs Bewegungen sehen.
00:07:58: und sich mal ausprobieren, wobei auch da die Prognosen der Erwartungen recht schwierig sind, weil die Wechselkurse doch sehr wulatile, es sind sehr wulatile Anlageklassen.
00:08:09: Und Marina, das sind wir jetzt schon beim Thema, nämlich die Frage, wie entwickeln sich Wechselkurse und was beeinflusst sie?
00:08:16: Also was führt dazu, dass jetzt der Euro stärker oder schwächer gegenüber dem Schweizer Frankfurter oder dem EU-Estroller wird?
00:08:22: Ja, der Wechselkurs ist ja an sich ein Tauschverhältnis von zwei Währungen.
00:08:26: Das ist sozusagen der Preis einer Währung ausgedrückt in der Einheit einer anderen Währung, um das jetzt nochmal definitiv festzulegen.
00:08:34: Und wir sprechen immer von so einer sogenannten Mengennotierung.
00:08:38: Als Euro-Länder sagen dann, wie viele ausländische Währungsreinheiten bekomme ich denn für einen Euro?
00:08:43: So sind es zu Zeit jetzt.
00:08:44: Für einen Euro kriege ich in den USA ein Dollar und fünfzehn Cent.
00:08:48: In der Schweiz bekomme ich dann dreieinzig Rappen dafür.
00:08:51: In Schweden bekomme ich dann etwa elf schwedische Kronen.
00:08:55: Das heißt also, Euro hat in jedem Währungsraum etwa einen anderen Wechselkurs, einen anderen Wert.
00:09:01: Und das ist eben die Frage, fühle ich richtig.
00:09:03: Wir geben sich diese Preise.
00:09:04: Es ist immer ein Zusammenspiel von Angeboten Nachfrage.
00:09:08: immer so, dass eine Währung dann stark nachgefragt ist, wenn ein Land für Anleger attraktiv erscheint.
00:09:14: Und das ist dann der Fall, wenn dieses Land eine gute wirtschaftliche Entwicklung zeigt, politisch verlässlich und stabil ist, wenn dieses Land auch höhere Zinsen für Anleger bietet.
00:09:24: Da sind alles tatsächlich Attraktivitätsmerkmale, die die Anleger eine Währung stärker nachfragen lassen.
00:09:29: Okay, und kann man dann überhaupt Währungsbewegungen gut prognostizieren.
00:09:36: Du sagst schon so ein bisschen, dass vielleicht der Zinseneinflussfaktor oder die Nachfrage, wenn Land attraktiv ist, kann man da schön prognostizieren, so wie ich beispielsweise meine Geldvermögensentwicklung prognostizieren kann.
00:09:51: Ja, aber die Prognosen von Wechselkursen ist tatsächlich keine leichte Aufgabe.
00:09:56: So punktgenau können wir sie nicht prognostizieren.
00:09:58: Ich glaube, das ist auch allen so nachvollziehbar klar, weil es ein sehr volatiler Markt ist, der schwankungsanfälliger Markt ist.
00:10:05: Hier wirken aber viel zu viele Einflussfaktoren auf die Wechselkurse drauf.
00:10:09: Aber auf die mittlere Sicht, so wie wir das jetzt auch im Macro Research machen, hat man eine Vorstellung, in welche Richtung so ein Trend beim Wechselkurs geht.
00:10:17: Man trifft also Annahmen für das Wachstum an der Volkswirtschaft, für die Inflation, für die Geldpolitik, das spricht die Leitzins in der Notenbank.
00:10:26: Und dann vergleichen wir zwei Währungsräume miteinander und geben dann entsprechend Trend vor, wie dann unser Euro sich gegenüber einer anderen Währung entwickeln wird, perspektivisch.
00:10:35: Es gibt auch theoretische Konzepte, an denen man sich auch orientiert als Prognostiker bei der Wechselkursprognose.
00:10:42: Da sind dann Überlegungen zum Beispiel wie die Kaufkraftbarität, dass man dann sagt, ja, ich brauche für einen gewissen Währungskopf hier in Euro einen gewissen Betrag in US-Dollar beispielsweise, um diesen gleichen Währungskopf kaufen zu können.
00:10:56: Und dann ist das sozusagen unser Preisverhältnis, unser Wechselkursverhältnis, an dem man sich dann so grob orientieren kann bei der Prognose für die langfristige Einschätzung.
00:11:05: Das ist so ein bisschen, gab es da nicht auch mal einen Big Mac Index, wo man gesagt hat, also was kostet so ein Big Mac in USA, in Deutschland, in China, in Russland und so weiter.
00:11:16: Und so ein bisschen kann man sich, glaube ich, auch diese Kaufkraftparität vorstellen, mit dem das man klar definiert, so ein paar Grundprodukte, was kostet hier und dort und dort.
00:11:25: Und dann vergleiche ich das und damit habe ich dann... gewissermaßen so eine Art Ferienwechselkurs, oder?
00:11:30: So ist es.
00:11:31: Also gleiche Produkte sollten in der Theorie auch ähnlich viel kosten und dann drückt man das entsprechende Wechselkurs auch aus.
00:11:38: Völlig richtig.
00:11:38: ein sehr prominentes Beispiel für so ein Ferienwechselkurs für die Kaufkraftparität.
00:11:44: Und es ist einfach so, du hast ja schon gesagt, Wechselkurse schwanken sehr stark.
00:11:49: Der tatsächliche Wechselkurs ist relativ selten bei der Kaufkraftparität.
00:11:54: So ist es.
00:11:55: Und trotzdem wird es mich mal interessieren.
00:11:57: Beispielsweise für uns ist natürlich im relevantesten der Wechselkurses Euro zum US-Dollar.
00:12:02: Wo liegt denn die Kaufkraftparität zwischen Euro und US-Dollar?
00:12:07: Du hast ja vorhin schon gesagt, so der Wechselkurs ist gerade bei plus, minus, eins, fünf, zehn.
00:12:11: Ist das auch die Kaufkraftparität oder sind wir über oder unter bewertet?
00:12:15: Ja, mit einst Fünfzehn beim Euro-Dollar-Wechselkurs ist der Euro dem Dollar gegenüber tatsächlich noch etwas etwas unterbewertet nach unserer Berechnung, aber fast am fairen Niveau angelangt.
00:12:26: Also wir rechnen hier bei der DECA im Macro-Research mit einer einst zwei in zwanzig bis einst fünf in zwanzig.
00:12:31: Heißt dann aber auch, wenn ich jetzt so überlege, also sagen wir mal, ich kaufe jetzt in den USA Aktien, die in den US-Dollar notiert sind oder anleihen, wenn du sagst, Tendenzell wird der Euro eher stärker gehen, das belastet dann.
00:12:44: meine Anlageergebnisse.
00:12:46: Also da habe ich dann ein gewisses Risiko.
00:12:48: Ist das richtig?
00:12:48: Absolut.
00:12:50: Das war wirklich das große Thema auch in diesem Jahr, dass wir gesehen haben, wie der Dollar dem Euro gegenüber abgewertet hat.
00:12:57: Gerade in der ersten Jahreshälfte, bedingt durch die US-Handelspolitik von Präsident Trump, hat der Dollar kräftig gelitten.
00:13:05: Man muss aber dazu auch fairerweise sagen, zuvor er auch kräftig aufgewertet.
00:13:10: In diesem Jahr aber kam die große Abwertung dem Euro gegenüber und Das werden wir als Euro-Anlegerinnen durchaus in unseren Depots auch bemerkend.
00:13:20: in diesem Jahr, denn sollten wir Essets in den USA gekauft haben, also Wettpapiere, durch einen breit gestreuten Wettpapierfront zum Beispiel, wo die US-Essets drin sind.
00:13:30: Dann haben wir zwar gesehen, dass diese Wettpapiere sehr gut gelaufen sind, gerade die Aktiemärkte in den USA, dieses Jahr eine gute Performance gezeigt haben, aber... Der Wechselkurs-Affekt wird uns diese Performance zum Teil etwas gekostet haben.
00:13:45: Also das ist völlig richtig, wenn man darauf setzt, dass die eigene heimische Währung an Wert gewinnt, perspektivisch, dann schmälert das entsprechend unsere Rendite, die wir aus dem Ostland bekommen.
00:13:56: Und das heißt dann ganz konkret, ich glaube, waren wir nicht so um den Jahresanfang noch fast bei der Parität, also so Euro, US-Dollar ungefähr gleich stark und dann hat der Euro so aufgewertet, also US-Dollar schwächer, Euro stärker, dass wir jetzt bei einst fünfzehn sind.
00:14:10: Und das belastet dann, das nimmt uns dann Rendite weg.
00:14:14: Also da merkt ihr schon, ja, das beeinflusst unsere Geldanlagen.
00:14:18: Sag mal Marina, welche Rolle spielt bei den Wechselkursen eigentlich die Inflation?
00:14:22: Ja, die Inflation ist für die Wechselkursen und für die Prognose der Wechselkursen ganz wichtige makroökonomische Größe.
00:14:30: Die Inflation sendet aus Signale für die Attraktivität einer Währung.
00:14:33: Also sagen wir mal, in einem Land ist die Inflation besonders hoch.
00:14:36: Dann heißt es, dass die Kaufkraft seiner Währung sinkt, dass man kann sich weniger dafür leisten.
00:14:42: Das kann Investoren durchaus abschrecken, in diesen Währungsraum zu investieren.
00:14:46: Sie können Kapital abziehen und das schwächt dann Währung dieser Währung, hinter der die hohe Inflation steckt.
00:14:53: Jetzt aber noch mal eine Frage, Marina.
00:14:55: Du redest jetzt immer von Wechselkursveränderungen.
00:14:57: und was die Märkte machen, kann man einen Wechselkurs auch steuern.
00:15:01: Ich habe selbst auch so ein pseudo-traumatisches Erlebnis.
00:15:05: Ich kann mich noch erinnern, vor so ungefähr zehn oder gut zehn Jahren hat die Schweizerische Notenbank, die hat das ja richtig gut gemacht mit ihrem Leitzins oder mit Währungskäufen.
00:15:14: Auch damit kann man ja ein bisschen den Markt beeinflussen.
00:15:18: Die Schweizerische Notenbank hat ja ganz lange Zeit den Wechselkurs Außenwert des Schweizerischen Franken gegenüber dem Euro, so gesteuert, dass er sich möglichst wenig bewegt hat, was dann damals auch die Prognosen richtig schön einfach gemacht hat.
00:15:34: Tatsächlich.
00:15:35: Also damals lagen wir bei uns zwanzig Schweizer Franken die Euro beim Mindestkurs und das war die Zeit tatsächlich, wo die Schweizerische Nationalbank mit Divisenmarktinterventionen diesen Kurs gestützt hat.
00:15:47: Wann immer der Schweizer Franken dann drohte stärker zugegen, lieber dem Euro, hat es ja einfach nur Schweizer Franken wieder auf den Markt geworfen, um den Schweizer Franken zu schwächen.
00:15:56: Das hat mich übrigens mal echt erwischt.
00:15:58: Ich glaube, das war Januar.
00:16:00: Da habe ich noch einen Vortrag gehalten und dann kam die Frage Schweizer Franken und ob der irgendwann dann doch noch stark aufwerten wird, dann habe ich gesagt, nee, Schweizerische Notenbank, die wird das auf jeden Fall durchhalten.
00:16:13: Und am nächsten Morgen mache ich das Radio an und dann kommt, dass sie diese Stützungskäufe aufgegeben hat, dass sie jetzt in Schweizer Franken freigegeben hat.
00:16:21: Boah, war das peinlich, weil ich da am Abend noch Großbruch erzählt hatte.
00:16:25: Aber das war eine spannende Zeit.
00:16:26: Damals sind wir alle, alle eiskalt erwischt worden.
00:16:28: Es gab im Vorfeld keine Folgenbereitung, keine Kommunikation, die darauf hindeutete.
00:16:32: Von daher sind wieder alle relativ überrascht worden von diesem Zug der Schweizerischen Notenbank.
00:16:40: Und immer wieder, man sollte nie denken, dass es sichere Prognosen oder sichere Wetten gibt.
00:16:45: Lernen wir immer wieder aufs Neue.
00:16:47: Man muss sich jedenfalls immer wieder bewusst machen, dass man bei Anlagen in anderen Währungen nicht nur das Kursrisiko der betreffenden Geldanlagen, also Aktien, Renten hat, sondern zugleich eben auch das Währungsrisiko.
00:16:59: Natürlich nur dann, wenn wir außerhalb des Euro-Raums sind.
00:17:03: Und wie du gesagt hast, Marina, profitiere ich als Euro-Anlegerin mit Auslandseinlagen?
00:17:09: wenn der Euro an Wert verliert.
00:17:12: Bei welchen Währungspaaren, würdest du jetzt mal sagen, ist der Euro zur Zeit?
00:17:16: überbewertet.
00:17:17: Also wo kann ich dann erwarten, dass er da schwächer geht?
00:17:22: Ja, das ist dann ein Tipp, dass ich dort beispielsweise jetzt in den Währungsräumen, Aktien oder Anleihen kaufe.
00:17:28: Ja, also erstmal gibt es natürlich einen Hinweis zu bedenken, eine Währung ist nicht ohne Grund schwach oder stark gegenüber dem Euro.
00:17:36: Also der Euro ist gegen bestimmte Währungen auch zu bestimmten Grund überbewertet.
00:17:41: dass Länder mit schwächeren Währungen haben, zum Beispiel oft eine schwach-schwächerlaufende Wirtschaft oder sind kleine Länder, die in unsicheren Zeiten, wie das jetzt zum Beispiel der Fall ist, tatsächlich auch weniger von den Anlegern nachgefragt werden, weil eben ihre Wirtschaftswachstums Aussichten durch die globalen Risiken auch dann eingeschränkt sind.
00:18:01: Insofern kann man auch dort Geld anlegen durchaus, aber tendenziell können diese Anlagen weniger ertragsreich sein.
00:18:10: Das gibt es immer zu bewerten.
00:18:12: Nichtsdestotrotz verrate ich natürlich gerne, was so unsere Kaufkraftparitäten zur Zeit sagen.
00:18:17: Wo ist in der Euro zur Zeit überbewertet?
00:18:20: Es sind nicht allzu viele Währungen.
00:18:21: Es sind mittlerweile ja so die skandinavischen Kronen, sprich die Währung Norwegen zu Schweden.
00:18:27: Da ist noch etwas Überbewertung vom Euro drin.
00:18:31: kann enterwarten, dass diese Währung perspektivisch mittelfristig in diesen zwei, drei Jahren die im Euro gegenüber noch einen Wert zulegen.
00:18:38: Aber auch das, wie gesagt, mit Vorsicht zu genießen, diese Einschätzung, dann die theoretischen Konzepte gehen ja dann, wie gesagt, in die Wiesenmärkten nicht immer auf.
00:18:47: Aber der Trend zumindest, der ist gesetzt, dass man da etwas mehr Euro Schwäche erwarten könnte.
00:18:52: Also erstens mal nehme ich dann so mit, es sind nicht allzu viele Währungen gegenüber denen.
00:18:58: der Euro jetzt im Augenblick überbewertet ist.
00:19:02: und zweitens nehme ich mit und ich glaube das ist die wichtigere Botschaft, dass mit den Währungen sollte man nicht zu stark im Blickfeld haben, wenn man Geldanlagen wählt.
00:19:12: Gerade bei der langfristigen Geldanlage ist es ein wichtiger, dass man schaut, lohnt es sich in dem Land Aktien zu kaufen, lohnt es sich in dem Land Anleihen zu kaufen, eher so die fundamentalen Daten und weniger auch Währungen Veränderungen zu setzen.
00:19:26: auch
00:19:27: manchmal schief gehen kann.
00:19:29: Marina, man kann ja sogar auch irgendwie so Wechselschwankungen versichern oder sowas, oder?
00:19:36: Ja, man könnte tatsächlich hedgen, also sich gegen Währungsrisiken absichern.
00:19:41: Also man schließt dabei Geschäfte ab, die Wesenkontrakte und dann veralbert man mit der Gegenpartei so einen bestimmten Zeitpunkt und den festen Wechselkurs, bei dem man praktisch seine Währung wieder zurücktauschen kann, den Euro.
00:19:53: Das ist durchaus möglich.
00:19:54: Kostet natürlich alles Geld.
00:19:55: Klar, aber auch das wird im Markt angeboten und auch durchaus auch so in der Form gehandhabt.
00:20:01: Und das wird dann auch oft bei beispielsweise Investmentfonds so gemacht, dass zwar die Form-Managerinnen und Form-Manager sagen, wir kaufen jetzt US-Aktien, aber wir versichern... die Wechselkursschwankungen und nehmen das raus, da kann man also gewissermaßen das Währungsrisiko dann raushetschen.
00:20:19: Und das ist das Schöne, dass die Profis das dann auch machen.
00:20:22: Das kostet zwar ein bisschen, aber man nimmt da ganz viel Wechselkursrisiko raus aus der Geldanlage.
00:20:28: Aber das ist dann schon wirklich was für Meinschmäckerinnen und Feinschmäcker für die Profis.
00:20:32: Marina, was würdest du denn sagen, wenn wir so nochmal auf Geldanlagen schauen, was sind denn die wichtigsten Währungen für uns?
00:20:39: Für uns die wichtigsten Währung sind in erster Linie die Großen.
00:20:43: Also die Großen.
00:20:44: dazu zählen natürlich der US-Dollar als die Weltleitwährung.
00:20:48: Daneben geschaltet noch das britische Pfund der Schweizer Franken und der japanische Jens.
00:20:53: Und es gibt aber auch noch massenhaft andere Währungen auf der Welt, wenn ich schon an große Länder denke wie Brasilien, der brasilianische Real oder auch die ganzen asiatischen Währungen.
00:21:06: Gibt es da andere Chancen und Risiken?
00:21:09: Durchaus.
00:21:09: Also glaube ich, das ist für uns Nachvollziehbar.
00:21:12: Wir sagen Anlagen klassische Fremdwährungen wie die Großen, die ich eben erwähnt habe, der US-Dollar, Schweizer Franken und so weiter sind in der Regel stabiler.
00:21:21: Die großen Finanzmärkte, die dahinter stecken, sind viele Anlageformen, in denen man das Geld dort investieren kann.
00:21:27: Es ist weniger Risiko behaftet.
00:21:29: Natürlich alles volatil, ganz klar.
00:21:31: Aber wenn man diese klassischen Fremdwährung mit den exotischeren Währung vergleicht.
00:21:37: Und da hast du Gabriele, die gerade schon genannt, dann bringst du die Punkt genau auf den Tisch.
00:21:44: Das ist eben das Thema, dass die hierbei nicht nur wirtschaftliche Grundlagen zählen, wobei die immer, die bleiben immer immer Makrofundamentals, wie wir sagen, bleiben immer die Grundlage für eine Währungsentwicklung.
00:21:55: Aber da sind noch andere.
00:21:56: politische und externe Faktoren, die diese Währung stärker beeinflussen.
00:22:00: Das sind große Rolle, wie dann auch die Risiko-Wannehmung im Markt ist.
00:22:04: Für Anlagen in emerging markets muss man also immer ganz sorgfältig abwägen, da Analysen treffen, Risikomanagement für sich betreiben und schauen, wo wie dann entsprechend die eigene Risikobereitschaft auch Anlage diese Währungen zulässt.
00:22:18: Also wenn schon Währungswetten einigermaßen riskant sind, dann sind die Wetten auf emerging markets Währungen, also die exotischere und kleineren Währungen.
00:22:26: und nochmals riskanter.
00:22:27: Ich verstehe.
00:22:29: Marina, jetzt würde ich gerne noch einen weiteren Aspekt von Währungen und Finanzen ansprechen.
00:22:33: Und zwar weniger Geldanlage, sondern die Schulden.
00:22:37: Zinssätze sind ja in manchen Ländern höher, in manchen Ländern niedriger.
00:22:41: Und man kann ja auf die Idee kommen, dass man Zinsen spart, wenn man einfach in einem Land Schulden aufnimmt, indem die Zinsen niedriger sind, oder?
00:22:50: Ja.
00:22:51: Das kann man durchaus so machen.
00:22:52: Das ist auch so von vielen Anlegern gemacht worden.
00:22:56: Das Beispiel Schweiz hatten wir gerade mit dir angesprochen gehabt.
00:23:00: Also man kann durchaus die Strategie fahren, dass man in einem Land mit niedrigen Zinsen Kredite aufnimmt.
00:23:07: Und dann legt man dieses Geld in einem Land mit höheren Zinsen an.
00:23:12: Und das war damals, vor den letzten Jahren, Auch der Fall.
00:23:17: Viele Osteuropäer haben das so gemacht.
00:23:19: Die haben tatsächlich in der Schweiz sich niedrig verschuldet.
00:23:23: Und diese Kredite, die sie aus der Schweiz aufgenommen hatten, da haben sie natürlich auch niedriges Zinsniveau drauf bekommen.
00:23:29: Und davon profitiert man entsprechend als Kreditnehmer.
00:23:32: Dann aber das besagte Jahr-Zw-A-Tausend-Fünfzehn.
00:23:35: als dann die Schweizerische Nationalbank schlagartig ihren Mindestkurs aufgegeben hat.
00:23:40: Da hat der Schweizer Franken aber massiv aufgewertet.
00:23:43: Und da hat man als Schuldner dann natürlich ein Problem.
00:23:46: Weil plötzlich diese Schulden in der eigenen Währung viel, viel mehr wert sind, auch wenn sie in Schweizer Franken weiterhin den gleichen den Betrag haben, nicht verstehen.
00:23:54: Das
00:23:55: ist der Effekt völlig richtig.
00:23:56: Und ja, man muss mal jedem schauen, dass man auch solche Geschäfte, die erst mal auf den ersten Blick recht sicher und attraktiv erscheinen.
00:24:02: Das ist auch da zu einem... unerwartet kurzfristigen Umbruch kommen kann und es ist auf einmal nicht mehr so attraktiv.
00:24:10: Dieses Risiko bleibt immer, wenn man auf Fährungsbewegungen setzt.
00:24:14: Ich glaube, das habe ich auch schon mehrfach gesagt in diesem Podcast.
00:24:17: Also immer Achtung bei Totsicheren-Tipps, wo man Geld sparen oder gewinnen kann.
00:24:22: Das kann manchmal ganz schnell auch zu einer Totsicheren-Falle werden.
00:24:26: Und wieder die alte Geschichte mit There's no free Lunch.
00:24:29: Also es gibt nichts umsonst.
00:24:31: Wo Rendite winkt, da ist meistens auch Risiko dahinter.
00:24:35: Das kann aber schief gehen.
00:24:37: Marina, ich beschäftige mich ja bei meiner Arbeit unter anderem auch mit Rohstoffen.
00:24:42: Und ein prominente Rohstoff ist Gold.
00:24:46: Und auch Gold ist ja so eine gewisse Art von Währung, oder?
00:24:52: Wie würdest du das einschätzen?
00:24:53: Würdest du Gold als Währung definieren?
00:24:57: Na ja, Gold ist grundsätzlich ... Auch von der Bezeichnung hier die Mutter aller Währung.
00:25:01: Wir haben jetzt als Weltleitwährung gehabt.
00:25:03: Ein Zeit lang war Gold auch über Jahrhunderte hinweg die Grundlage für viele Währungssysteme.
00:25:08: Wir hatten auch den Goldstandard gehabt, dass zum Beispiel auch die Währungsgrundlage durch Gold abgesichert wurde.
00:25:15: Das ist der Traum in die Währung.
00:25:16: Das
00:25:16: war das Bretton-Woods-System.
00:25:20: Das heute halten viele Notenbanken sehr große Goldreserven.
00:25:24: Das ist also ein ganz wichtiger Bestandteil der Notenbankreserven immer noch.
00:25:28: Und dann ist es gewissermaßen so, dass Gold neben dem US-Dollar schon so eine Art Weltleitwährung ist.
00:25:35: Oder kann man das so definieren?
00:25:36: Als
00:25:36: sicherer Hafen, als Wertaufbewahrer kann man Gold durchaus definieren.
00:25:41: Okay, ich verstehe.
00:25:43: Und wenn wir schon darüber reden, manche sagen ja auch, es gibt inzwischen ein digitales Gold, nämlich die Kryptowährung, ganz besonders Bitcoin.
00:25:53: Also wenn wir schon so sagen, Gold ist die Mutter aller Währungen, aber irgendwie so eine richtige Währung nicht, das sind Kryptos dann.
00:25:59: Sie ist mit keine Währung.
00:26:02: Ja, wenn wir jetzt mal ganz klar die Definition wieder heranziehen, was so eine Währung als Zahlungsmittel auch ausmacht, dann erfüllt.
00:26:12: Kryptowährung diese Kriterien eher nicht, denn da sind die Eigenschaften, die ich eingangs erwähnt habe, das ist das Thema Wertaufbewahrung, stabile Tauschrelationen.
00:26:23: Ist es ein gesetzliches Zahlungsmittel, ja oder nein?
00:26:25: Und also da dürfen wir durchaus sagen, dass die Kryptowährung diese Kriterien nicht erfüllen.
00:26:30: Auch wenn sie einen gewissen Währungscharakter haben, weil man damit auch einiges auch bezahlen kann in der Kryptowelt.
00:26:36: Wenn man schon bedenkt, dass jetzt gerade wieder in den letzten Wochen, glaube ich, der Bitcoin in US-Hola gerechnet, irgendwie, von zwanzig Prozent dann mal wieder verloren hat und zwischendurch mal wieder, also innerhalb von wenigen Wochen, dann weiß man schon, wenn du sagst, mit Tauschfunktion stabiler Wertaufbewahrungskarakter, bei solchen starken, ausgeprägten Schwankungen.
00:26:56: Kann das keine Währung sein?
00:26:58: Absolut.
00:26:58: Und du weißt ja, wir als Volkswirtinnen geben vor, dass wir auch für die Kryptowelt keine Prognosen abgeben können.
00:27:03: Leider, weil da einfach keine Fundamentallarten dahinter liegen, an denen wir uns orientieren können und die das makroökonomische Grundkonstrukt für die Anlageklassen entsprechend unserer Prognose geben.
00:27:14: Also Kryptowährung, da wird es von uns so schnell keine Prognosen zu geben.
00:27:18: Ganz schön kryptisch das Thema für uns.
00:27:20: Aber es gibt ja auch diese Stablecoins in der Kryptowelt.
00:27:26: Und die sind ja an harte Währungen gekoppelt, die meistens an den US-Dollar.
00:27:30: Das ist dann vielleicht eher mal so eine digitale Zahlungsmethode, oder?
00:27:36: Das Thema digitale Zahlungsmethode ist zurzeit ein für den Notenbanken sehr aktiv bearbeitetes Feld.
00:27:43: Viele Notenbanken in den Industrieländern, auch bei den emerging markets, prüfen gerade, wie sie ihre Währungen auch in digitaler Form anbieten können.
00:27:52: Und dann sind wir auch gern, blicken wir hier bei uns auf die ECB in Frankfurt, in unmittelbarer Nähe, die ECB plant den digitalen Euro mit vielen attraktiven Eigenschaften.
00:28:04: Und sie plant ihn sogar im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, Dienstleistern ein wenig abhängig zu machen, dass man jetzt praktisch ein gesetzlich gesichertes Zahlungsmittel hat in der digitalen Welt.
00:28:36: Das ist so das Ziel der großen Notenbank zurzeit.
00:28:38: Da sind wir immer gespannt, wo wir jetzt in fünf Jahren tatsächlich stehen und ob wir beide aktiv den digitalen Euro nutzen und weniger die privaten Dienstleister.
00:28:46: Da ist so die Idee dahinter, dass wenn ich im Internet einkaufen gehe, dass ich gewissermaßen eine digitale Wallet habe mit meinem digitalen Euro und dann einfach nur per ganz schnellem Klick völlig unkompliziert zahlen.
00:28:58: kann, ohne dass sich jetzt irgendwelche großen Zahlungsdienstleister, wir nehmen keine
00:29:04: Namen,
00:29:05: dann nutzen muss.
00:29:06: das auf jeden Fall.
00:29:07: Wobei das schon auch wieder, muss man sagen, ist dann auch die Frage für die Banken und Sparkassen hierzulande, ob denen dann auch ein bisschen was vom Zahlungsverkehr weggenommen wird.
00:29:15: Aber das ist wieder eine ganz andere Fragestellung.
00:29:17: Marina, ich muss auch eine persönliche Frage stellen.
00:29:20: bist ja schon sehr lange Währungsexpertin.
00:29:23: Hast du denn selbst schon mal in Währungen investiert?
00:29:27: Hast du solche Termingeschäfte oder sowas gemacht und gewonnen oder verloren?
00:29:33: Also ganz so ausgeklügelt bin ich nicht unterwegs.
00:29:36: Nein, ich habe nicht direkten Währung investiert.
00:29:39: Ich habe aber überwiegend globale Aktien für uns im Portfolio.
00:29:43: Das heißt, ich kriege schon Währungsbewegungen mit in meiner Performance.
00:29:47: Ich überlasse dann tatsächlich die Währungsbetrachtung und Absicherung, den Profis, den Foremanagern.
00:29:52: Und dann kriege ich das natürlich ganz klar zu spüren, wie wir alle die international anlegen.
00:29:56: Wenn der Euro an Wert gewinnt, dann ist es für mich eher negativ.
00:30:01: Und wenn ein Wert verliert, dann ist es für mich eher positiv.
00:30:03: Insofern, ja, indirekt habe ich auch natürlich in meinem Depot das international geste... heute ist dann diesen Währungs-Effekt mit drin.
00:30:10: Okay, aber doch nie selbst gezockt am Währungsmarkt.
00:30:13: Und auch das ist glaube ich schon so ein bisschen typisch für Volkswirtinnen und Volkswirtinnen, war bei mir schon damals an der Uni so, dass man sich mit allem gut auskennt.
00:30:21: Aber das konkrete Geld anlegen, da lässt man lieber die Profis ran.
00:30:24: Das ist tatsächlich unser Typ, glaube ich, Gabriele, das wieder relativ Risikobewusst handeln, sagen wir so.
00:30:30: Das passt.
00:30:31: Vielen Dank, liebe Marina, dass du heute hier zu Gast Wars in unserem Podcast und uns das Währungsthema näher gebracht hat.
00:30:39: Ich glaube es ist ziemlich klar geworden, das ist schon ganz schön komplex und Währungsprognosen sind mühsabend und ich Ich kann mich auch gut erinnern an unsere ganzen Volksvertierrunden.
00:30:51: Da kann auch jeder mitreden immer.
00:30:53: Man kann es im Nachhinein immer besser wissen, warum was so gelaufen ist und warum hat mir das nicht alles schon vorher gewusst.
00:30:59: Na ja, liebe Zuhörerinnen und liebe Zuhörer, wenn ihr an diesem Thema Gefallen gefunden habt und vielleicht Fragen habt oder wenn ihr auch irgendwelche neuen Themen, Ideen habt oder Fragen zu allem, was wir so in unserem Podcast haben, dann schreibt uns doch einfach an podcast.dk.de.
00:31:16: Wir, Tanja Heinrich und ich freuen uns, wenn ihr auch das nächste Mal wieder rein hört in unserem Podcast.
00:31:22: In zwei Wochen gibt es dann die nächste Ausgabe.
00:31:25: Bis dahin wünsche ich euch erfolgreiches Geld anlegen und liebe Marina, wir sehen uns auch bald wieder.
00:31:30: Bis
00:31:31: bald!