Money on Her Mind

Money on Her Mind

Transkript

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00:00:02: Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Money on Her Mind, dem DECA-Finanzpodcast rund um Geld und Karrierethemen.

00:00:26: Heute begrüßen wir unsere DK-Vorständin Birgit Dietel Benzin als Gast im Studio – sie ist seit elf Jahren Vorständin in der Finanzbranche und davon sechs Jahre Risikovorständen bei der DCA!

00:00:37: Am ersten Juli hat sie ihren Zuständigkeitsbereich gewechselt und die Verantwortung für das Dezernat-Assetmanagement übernommen.

00:00:43: Was es ist, darüber reden wir später noch!

00:00:46: Birgit, wir freuen uns sehr dass du heute bei uns zu Gast bist um über Karrierewege Erfolgsrezepte und deinen Blick auf Führung zu diskutieren Und im Studium mit dabei ist natürlich auch heute wieder meine Kollegin Dicker Volkswirtin Dr.

00:00:58: Gabriele Wiedmann.

00:00:59: Hallo Birgitt hallo Gabriele schön dass ihr da seid

00:01:03: Vielen Dank.

00:01:03: ich freue mich auf den zweiten Podcast mit euch.

00:01:06: Hallo ihr zwei, ich freue mich auch total auf das Gespräch mit euch beiden.

00:01:10: Birgit du bist zwanzig von einer Schweizer Bank zur DECA gewechselt und hast damals das Amt der Risikovorständen übernommen.

00:01:17: nach gut sechs Jahren im Risiko-Dezernat bist du jetzt seit dem ersten Juli für das Dezernatsassetmanagement verantwortlich.

00:01:24: Das heißt du wechselst quasi von der Risikkoseite in die Produktion also das Herzstück der Bank.

00:01:30: was genau bedeutet das für dich?

00:01:32: Bis Ende Juni habe ich mich um das Managen von Risiken gekümmert und hatte somit eine eher rahmensetzende und überwachende

00:01:39: Rolle.

00:01:40: Ja, jetzt bin ich für die Produktion zuständig und gehe somit in eine gestaltende Funktion.

00:01:46: Das ist ein Perspektivwechsel auf den ich mich sehr gefreut habe!

00:01:50: Und kannst du uns verraten welche Themengebiete dein neues Aufgabengebiet umfasst?

00:01:55: Ja, das klassische Formmanagement also Aktien- und Rentenfondsproduktion Die Vorvermögens-Verwaltung, wo die Produkte gemanagt werden in denen wir für unsere Kunden die für sie paschende Mischung aus den unterschiedlichen Anlageklassen als Gesamtpaket anbieten.

00:02:11: Dann alles rund um Immobilienfonds und schließlich auch das Treasury also dass Anlagegeschäft zu unserer Bank.

00:02:19: eigenes Geld, wo es im Prinzip um das Gleiche geht wie bei der privaten Geldanlage was erwirtschaften einer möglichst hohen Rendite beim möglichst niedrigen Schwankungen Und bei der Bank zusätzlich noch unter Einhaltung der ganzen regulatorischen Vorgaben.

00:02:52: Wie immer im Leben und gerade wenn man im Jobkeit kommen will, ist es wichtig Dinge von verschiedenen Perspektiven zu betrachten vor allem in einem Führungsjob.

00:03:01: Und dann ist das hoffentlich auch nicht die innere gedankliche Bremse sondern eher die Kontrollfunktionen die da als Risikomanagerin dann immer noch im Hinterkopf bleibt oder?

00:03:10: Absolut

00:03:10: Gabriele du hast erfasst!

00:03:12: Birgit, dir liegt hier auch das Thema Förderung von weiblichen Talenten sehr am Herzen.

00:03:17: Wie wichtig sind denn solche Perspektivwechsel wie du ihn gerade vollzogen hast deiner Meinung nach für die eigene Karriereplanung?

00:03:24: Insbesondere für Frauen?

00:03:26: aber ja auch nicht nur!

00:03:28: Ja mir liegt die Förderungen von Talenten immer am Herze egal welchen Geschlechts wie du richtig gesagt hast.

00:03:34: Ja und Perspektivewechsel sind für alle Menschen wichtig.

00:03:37: Wir kommen nur weiter, wenn wir nicht an der gleichen Stelle und immer in der gleichen Rolle bleiben.

00:03:42: Und von daher ist es essentiell Leute zur Veränderung zu bewegen.

00:03:47: Wenn Menschen das Potenzial haben, weiterzukommen müssen wir als Führungskräfte dafür Sorge tragen dass sie eben auch weiterkommen.

00:03:55: Was meinst du denn?

00:03:56: Was können wir dafür tun um diese Menschen mit Potenziale besser zu unterstützen?

00:04:01: Diese Unterstützung ist allein deshalb schon sehr wichtig weil bald die großen geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen.

00:04:08: Das heißt, wir brauchen diese Talente um die frei werdenden Stellen zu besetzen.

00:04:13: Denn es werden auch viele Arbeitskräfte fehlen und Führungspositionen sind da!

00:04:18: Und das passiert vor allem in den nächsten fünf bis zehn Jahren.

00:04:21: Das heisst für Frauen insbesondere – Wir müssen jetzt darüber reden was wir tun können um in Zukunft eben diese guten Positionen zu bekommen.

00:04:32: Da gibt's mehrere Faktoren.

00:04:33: Für mich sind drei die essentiell sind.

00:04:35: Der erste ist der Wille.

00:04:38: Ja, die Frauen müssen es wollen.

00:04:40: Sie sollen sich da wirklich strukturiert frühzeitig darüber im Klaren sein und aktiv entscheiden ob Führung was für sie ist Verantwortung für Menschen und Entscheidungen.

00:04:50: das muss auch nicht sein.

00:04:51: ja Es gibt auch andere rollenden Unternehmen aber diese Frage sollte man sich rechtzeitig stellen Und auch für sich beantworten.

00:04:58: und dann wenn natürlich Gegebenheiten kommen dass man Führungsrollen übernimmt braucht es einfach Mut.

00:05:04: und Das ist das was ich insbesondere frauen rate Nicht denken, was man alles nicht kann.

00:05:10: Sondern mutig sein sich auf die Stärken konzentrieren und eben auch den Mut haben in eine neue Rolle zu gehen.

00:05:15: Nicht wissen die Gewissheit zu haben wie wird das?

00:05:17: Wie ist das?

00:05:18: ja Fehler gehören dazu.

00:05:21: davor muss man keine Angst haben.

00:05:23: alle Menschen machen mal irgendwann Fehler Und das kann man auch nie vermeiden.

00:05:27: deswegen es ist wichtig dass man Chancen ergreift wenn sie da sind und nicht so sehr zweifelt.

00:05:33: Der zweite Faktor, den ich unwahrscheinlich wichtig finde ist einfach die Sichtbarkeit.

00:05:38: Wenn man in Führungsrollen zum Beispiel, die man vorher nie hatte, dann muss man bekannt sein!

00:05:43: Damit die Entscheidungsträger, wenn es denn dann zur Entscheidung kommt auch an.

00:05:46: Die Person denkt das kann man machen insbesondere wenn man keine Führungsrollen hat indem man sich Rollenaufgaben sucht, die da sind zum Beispiel in Projekten.

00:05:55: Projekte haben ja oft eine strategische Bedeutung.

00:05:58: Das heißt man präsentiert von einem Vorstand oder in größeren Runden.

00:06:01: dadurch erhält man Sichtbarkeit und hilft, um eben in Rollen zu kommen.

00:06:07: Und zum anderen übt man gerade in Projekten auch wie es ist zu führen.

00:06:11: Man hat das zwar nur für einen begrenzten Zeitraum und nicht immer die Perspektive auf eine lange Sicht aber nichtsdestotrotz hat das ganz viel mit Führung zu tun.

00:06:21: Der dritte Faktor der mir jetzt noch einfällt ist das Netzwerken.

00:06:27: Alle kennen, sondern wirklich strategisch Netzwerken.

00:06:29: Sich dafür Zeit nehmen sich zu überlegen wer ist wichtig?

00:06:33: Wer sind denn die Entscheidungsträger und wer sollte mich kennen und wo kann ich auch was rausziehen also wirklich Informationen bekommen die vielleicht relevant sein könnten in solchen Entscheidungen.

00:06:46: Plus-Netzwerken kann man auch noch in einer ganz anderen Perspektive sehen, indem man sich zum Beispiel ein Mentor oder Mentoren besorgt.

00:06:53: Die einen eben auch begleiten bei all den Fragestellungen die einem begegnen wenn man sich verändert.

00:06:58: Und Birgit, wenn du das gerade so gesagt hast diese Punkt auch genannt hast ich würde das gerne nochmal verstärken und unterstreichen.

00:07:05: ganz besonders für unsere Hörerinnen aber natürlich auch für die Hörerauffordies ist ja wichtig dieser Mut.

00:07:10: Ich weiß dass typische Weise bei Frauen denen haben wir nicht so sehr Weil wir immer denken, wenn ich dann was falsch mache.

00:07:17: Aber einfach zu sagen und ich versuche das jetzt!

00:07:20: Ich probiere die Führung mal aus gerade so in kleineren Projekten und auch nicht... Ich kenne das selbst von mir leider auch.

00:07:26: Wenn ich dann etwas falsch mache, dann denke ich immer ach ich kann es nicht.

00:07:30: Nein Fehler gehören dazu und aus Fehlern lernen wir.

00:07:33: Und dass wir uns auch gegenseitig gerade als Frauen weil wir typische Weisder zurückhalten sind auch da nochmal ermutigen und uns dran erinnern.

00:07:40: Wir probieren's und wir übernehmen auch

00:07:42: Führungen Ja, und auch aus eigener Erfahrung um das nochmal zu verstärken.

00:07:46: Ich bin an Fehlern immer gewachsen.

00:07:48: Und das meiste Wachstum hatte man in den Situationen wo es brenzlig und schwierig war.

00:07:53: Und aus guten Phasen hat man keine Lerneffekte aus den schlechten Phasens lernen wir was hier?

00:07:59: Ich glaube das Thema Lerneffekte bringt mich auch gleich zu meiner nächsten Frage.

00:08:02: Birgit, ich bin neugierig!

00:08:03: Wie bist du denn diese Übergangsphase zwischen zwei ihr anspruchsvollen und sehr unterschiedlichen Rollen angegangen?

00:08:10: Du hast dich ja in den vergangenen Monaten vorbereitet auf die neue Position aber zeitgleich hattest du auch noch die volle Verantwortung für das Risikorissort

00:08:20: Und das habe ich so gehandhabt wie in jeder anderen Rolle.

00:08:24: Ich habe mir immer überlegt, was ist wirklich wichtig und dann habe ich Zeitmanagement umgesetzt.

00:08:30: Denn es ist klar mit zwei Rollen sind mehr Aufgaben da.

00:08:33: der Kalender ist voll und das muss irgendwie abgearbeitet werden.

00:08:37: man kann auch nicht immer alle schaffen sofort sondern da gilt's dann eben zu priorisieren.

00:08:43: Wichtig aber auch in so einer Phase, insbesondere wenn man was Neues übernimmt ist das man Zeit hat für die Menschen.

00:08:49: Weil die Menschen ja gestalten einen Bereich und deswegen war der Kalender auch an manchen Tagen wirklich mit festen Blockern versehen dass man eben auch den neuen Teams die Zeit geben konnte, denn Zuhören ist ganz wichtig.

00:09:02: Man selber hat ja auch Ideen logischerweise aber man ist ja viel viel stärker wenn man das gesamte Team und die gesamten Ideen innerhalb eines Teams nutzt und deswegen war die Zeit da um zuzuhören und die Leute kennen zu lernen die eben die DECA Investment und das Treasury ausmachen meine neuen Aufgabengebiete

00:09:21: Und ich persönlich lerne davon.

00:09:23: dir Birgit Das ist eine meiner Schwächen.

00:09:26: Du sagst auch mal nein und du sagst, auch mal darum kümmer ich mich jetzt nicht.

00:09:29: Das ist einfach nicht wichtig genug!

00:09:32: Und das ist dann auch ein Selbsterhaltungstrieb um überhaupt dieses wilde Zweitschubs praktisch parallel zu behaupten überleben?

00:09:39: Absolut!

00:09:40: Da dürfen wir auch mal böse sein und sagen, darum kümmere ich mich nicht!

00:09:43: Das

00:09:43: muss man sogar zum Überleben ja!

00:09:45: Der Tag hat nur begrenzt Stunden...

00:09:48: Ich würde gerne nochmal beim Thema neues Wagen bleiben.

00:09:51: Du hast ja auch vor deiner Zeit bei der DECA schon unterschiedliche Aufgaben inne gehabt und hast immer mal wieder was Neues gewagt, wie war das für dich?

00:09:58: Warst du oder hattest du immer das Gefühl auf deine Aufgaben gut vorbereitet zu sein oder hättest du auch mal Zweifel ob der nächste Sprung vielleicht zugewagt ist wenn es darum geht eine neue Chance zu ergreifen?

00:10:08: Gabriele!

00:10:08: Das ist ein Thema dass wir gerade im Kontext mit Frauen und Karriere

00:10:12: immer wieder haben.

00:10:14: Ich glaube es ist normal, dass Aufgaben irgendwann anstehen oder dazukommen die auf den ersten Blick erst mal schwieriger erstein.

00:10:22: Da kennt man sich nicht so aus.

00:10:23: ich würde vielleicht auch sagen da sind Zweifel da.

00:10:25: das ist was total Normales für Frauen genauso wie für Männer.

00:10:30: Und ich glaube, das Wichtige und das ist das was man über Zeit lernt indem man viele verschiedene Dinge auch macht und sich auf das Neue einlässt Das ist die gewisse Gelassenheit oder wie man heute ja so schön immer hört Resilienz die man aufbauen muss.

00:10:44: Und je öfter und häufiger man das macht desto resilienter wird man dass es auch eine Erfahrung.

00:10:49: Und was ich immer Leuten sage, die mich fragen soll ich das machen und diese Zweifel haben.

00:10:54: Dann sag' ich ja klar mutig sein.

00:10:56: und mein Lieblingsbruch ist ja immer es gibt für alles eine Lösung.

00:11:00: wenn man mal ne Aufgabe hat einem erscheint wie ein Berg wo man nicht sofort weiß genau dass ist die Richtung fragt man mehrere holt sich Hilfe und dann wird mit Sicherheit ne gute Lösung gefunden.

00:11:11: Man isst ja zum Glück nie alleine.

00:11:13: man hat ein großes Team auf das man bauen kann und auf das Und dann wird's gut sein.

00:11:21: Gabriele, wie denkst du denn darüber?

00:11:22: Also ich hatte es ja gerade schon gesagt wir versuchen im Podcast auch immer wieder Frauen Mut zu machen sich auch mal zu verändern was Neues auszuprobieren.

00:11:30: Ich weiß aber auch eigenen Erfahrungen, dass das gar nicht immer so einfach ist.

00:11:34: Wenn die ersten Selbstzweifel einsetzen?

00:11:37: Und wir haben die Selbstzwaifel alle auch eine erfolgreiche Frau wie du Birgit.

00:11:43: Das ist ganz normal und auch Männer haben Selbstzweihe.

00:11:45: Das dürfen wir nie vergessen.

00:11:46: Das müssen wir uns bewusst machen.

00:11:48: Die Zweifels sind normal.

00:11:49: Die anderen haben sie auch.

00:11:51: wenn ich den Job nicht mache macht ihn jemand anderes und der hat auch Zweifel ob es schaffen wird.

00:11:56: Wir müssen auch einkalkulieren, dass wir scheitern dürfen.

00:11:59: Also manchmal eine Aufgabe übernehmen und zu merken funktioniert nicht ich schaffe das nicht Das passt nicht zu mir und dann zu sagen Dann mache ich was anderes Auch das gehört dazu.

00:12:08: Und Scheitern ist nicht Dass man schlecht ist oder dass man etwas nicht kann Sondern es hat da nicht gepasst.

00:12:13: Aber man hat zumindest den Mut gehabt Es zu wagen und auszuprobieren Und wir lernen wieder erst daraus Nicht wahr?

00:12:18: Absolut!

00:12:19: Das kann ich auch nur bestätigen Und meine Erfahrung zeigt mir eigentlich, dass Karrieren heute sowieso nie linear verlaufen.

00:12:27: Gerade in so großen Unternehmen wie in einer Bank sind Wechsel nicht unbedingt ein Umweg sondern wirklich ein echter Vorteil.

00:12:35: man versteht Zusammenhänge besser Man arbeitet mit anderen Menschen zusammen und lernt von ihnen andere Herangehensweisen.

00:12:43: Und kopiert diese, man vernetzt sich anders.

00:12:46: Das Ganze führt dazu, dass man doch so viel Lernerfahrung hat das Entscheidungen, wie man sie trifft und was man trifft.

00:12:53: Doch

00:12:54: würde ich sagen im Schnitt immer besser werden mit der Zeit.

00:12:57: Und mich hat auch meine Kollegin gefragt, sieht das nicht blöd aus?

00:13:00: Wenn ich ja irgendwie alle zwei Jahre oder drei Jahre was anderes mache.

00:13:03: Da habe ich aber auch klar gesagt, da schaut überhaupt nicht blöder aus und es ist eine sichtbare gute Geschichte dahinter wenn du nachweisen kannst dass du durch neues erlernen selbst gewachsen bist.

00:13:14: Ja und was was sich immer mag ist das Bild.

00:13:18: man lernt nie schwimmen wenn man am Beckenrand steht.

00:13:21: Man muss es ausprobieren.

00:13:22: Auch das ist wichtig!

00:13:27: Man hört ja auch immer wieder, dass wir Frauen dazu neigen uns erst dann auf eine neue Rolle zu bewerben wenn wir das Gefühl haben, dass wirklich jede einzelne der Anforderungen in der neuen Position auch ganz sicher voll erfüllen und am besten noch fünf mehr als das.

00:13:41: Birgit hattest du eigentlich irgendwann mal in deinem Leben Zweifel vor einem nächsten Schritt?

00:13:46: Ja!

00:13:46: Das ist völlig normal und geht doch irgendwie allen so.

00:13:50: Und Zweifels sind durchaus gesund.

00:13:53: Entscheidend ist vielmehr... sich bewusst zu sein, dass man nicht alle Anforderungen sofort erfüllt.

00:13:59: Sich dann aber auf die Stärken konzentriert, die man hat und nicht das negative sieht alles was man noch lernen muss sondern an die stärkten Denken die einsetzen.

00:14:08: Und das letzte was ich schon vorhin erwähnt habe wenn eine Chance kommt bis mein Appell an die Frauen dann zugreifen mutig seien.

00:14:16: ein Meister ist noch nie oder meisterin ist noch Nie vom Himmel gefallen.

00:14:21: Und dazu fällt mir eine Geschichte.

00:14:23: Eigentlich war kürzlich bei einer Frauenveranstaltung, bei einer Sparkasse und da hatten junge Kollegen die in Private Banking dort gearbeitet hat, hat erzählt wie sie zu der Stelle gekommen ist.

00:14:31: das waren mich also wenn wir das Klischee anschauen echt untypisch.

00:14:35: Die hat gesagt... Da war die Stelle ausgeschrieben im Private Banken und Sie hat sich darauf beworben obwohl sie keinerlei Erfahrung im Private banking hatte.

00:14:45: und eben nicht dass typische Mädchen denken, ich kann das nicht.

00:14:49: Das habe ich noch nie gemacht, sondern die hat sich hingestellt im Vorstellungsgespräch, hat sie erzählt und hat gesagt Ich hab damit noch nichts zu tun gehabt.

00:14:56: aber ich glaube ich kann dass und ich glaube macht es gut.

00:14:59: Das Tolle in dem Fall war dann auch, dass sie mit einem ganz anderen frischen Denken da dran gegangen ist.

00:15:05: Also auch mit anderen Fragen und mit den anderen herangehensweise.

00:15:08: Und das tut den Kundinnen und Kunden dann auch wieder gut wenn Sie diese in diesem Fall einfach mehr so empathisch rangegangen sind, mehr mit dem gesamten Blick auf die Kundinnen-Kunden.

00:15:18: Und es hat mich echt erstaunt wie gelassen die das gemacht haben.

00:15:22: Die waren echt noch jung.

00:15:23: also so sollten wir's tun!

00:15:25: Ich kann das auch total gut nachvollziehen, Gabriele.

00:15:28: Du weißt ja ich war bevor ich zu Dekant gekommen bin ziemlich viel in der Weltgeschichte unterwegs acht Jahre lang in Amerika und Dänemark und ich konnte mir so gar nicht vorstellen in die Fußstapfen meiner Eltern zu treten in einer Bank zu arbeiten.

00:15:42: Ich konnte mir nicht vorstellen jemals nach Deutschland zurückzukommen Noch sehr jung, ich war so weit weg von allen Menschen die sich irgendwie um mich und meine Angelegenheiten kümmern könnten hatte zum Teil vier verschiedene Jobs.

00:15:54: Und es war anstrengend und das hat mir auch Angst gemacht.

00:15:57: aber ich hatte irgendwo keine andere Wahl und Rückblicken glaube ich bin da auch total froh drüber dass ich mich

00:16:03: getraut

00:16:04: habe weil mittlerweile macht's mir das viel leichter Neues auszuprobieren und auch andere Wege zu gehen wenns an der Zeit ist.

00:16:11: Tanja das bewundere ich so an dir.

00:16:12: bei mir lief das ja ganz ganz anders.

00:16:14: also Ich habe ganz wenige Wechsel mitgemacht, muss ich ehrlich zugeben.

00:16:18: Und was du da an Neuem gewagt hast, dich in ganz unbekannte Welten gestürzt hast und das merke ich heute auch in der Zusammenarbeit.

00:16:28: Du hast es vorhin gesagt, diese Resilienz, diese Gelassenheit und diese Souveränität gewöhnt man eben gerade dadurch echt toll!

00:16:35: Und Birgit, ich würde auch gerne noch mal von dir erfahren.

00:16:37: Was würdest du in einer Frau so ganz konkret empfehlen?

00:16:40: Die merkt dass sie vielleicht auf ihrem Berufsweg so ein bisschen festhängt und das es einfach nicht vorwärts geht obwohl es aus ihrer Sicht jetzt vielleicht Zeit dafür wäre.

00:16:49: nur auf die passende Stelle warten und sich mutig zu bewerben Das bringt ja wenig wenn's aktuell nichts zum Angebot gibt

00:16:56: Wenn es aktuell wirklich keine freien Stellen gäbe, aber man weiß dass mittelfristig Stellen die interessant sind und passen könnten auf die eigenen Bedürfnisse wenn sie frei werden.

00:17:06: Dann sollte man sich darum kümmern.

00:17:08: wie gesagt sichtbar werden heißt Projektarbeit, Zusatzaufgaben wo man aber eben auch Führung schon üben kann als Beispiel wenn man vorher noch keine Position hatte.

00:17:19: Da gibt es glaube ich in jedem Unternehmen genug Themen.

00:17:22: das ist nichts was auf einen zukommt wenn man nicht bekannt ist.

00:17:25: das heißt man muss sich dann aktiv drum bemühen.

00:17:28: gute Anlaufpunkte sind dann immer die Strategie Abteilungen als Beispiel Talent Programme die ja in der Personalabteilung zu hinterfragen sind.

00:17:37: all solche Sachen sollte man dann aber aktiv gehen.

00:17:41: Ja und wenn es wirklich absolut keine Stellen in einem Unternehmen gibt, auch auf mittel bis langfristige Sicht was komisch ist kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

00:17:49: aber nehmen wir mal hypothetisch anders wäre so.

00:17:51: dann würde ich sagen da muss man auch ganz klar als Konsequenz sagen dann müsste man sich woanders bewerben und den Schritt gehen weil es ist schon wichtig über Zeit dass man einfach andere Perspektiven bekommt und das kann auch positiv sein.

00:18:07: Auch Unternehmenswechsel sind manchmal gut, weil es ist eine andere Kultur die da ist.

00:18:11: Man lernt eine andere Herangehensweise und man kann vergleichen.

00:18:14: auch das sind Mehrwerte die man hat wenn man das über Zeit sieht.

00:18:19: Und Birgit also zum einen was du eben gesagt hast mit auch mal ein Unternehmen wechseln die andere Kultur kennenlernen.

00:18:26: Das kann ich nur unterstreichen und nur unterstützen das tut echt gut Das finde ich, das ist das eine.

00:18:33: Das andere ist aber trotzdem.

00:18:35: manchmal ist es ja schon auch schwierig und ich weiß dass von Freundinnen, von Kolleginnen, auch von Kollegen rein der räumliche Wechsel kann ganz schön schwierig sein wenn man familiär gebunden ist ob das jetzt Kinder oder Eltern oder andere Themen sind.

00:18:49: Das macht's manchmal komplizierter oder auch noch schwieriger.

00:18:54: Man findet gar keine passende Stelle also kriegt nichts.

00:18:57: Oder man ist nicht so der Wechseltyp wie ich.

00:19:00: In dem Fall hilft dann wahrscheinlich schon auch nochmal das hartnäckige Kämpfen, dass wir sich selbst einstehen.

00:19:06: Was du ja auch schon gesagt hast Nachfragen nachfragen an den richtigen Stellen und dann eben auch mächtige Menschen im Unternehmen suchen die einen unterstützen.

00:19:17: Gabriele ich würde gerne noch mal auf ein volkswirtschaftliches Thema kommen mit dir und zwar ist diese Unsicherheit in Entscheidungsprozessen auch eine Volkswirtschaft eigentlich so ein Bestandteil über den ihr euch unterhaltet?

00:19:30: Ja, sowohl im betriebswirtschaftlichen als auch im volkswirtschaftlichen Bereich.

00:19:35: Es geht immer um Unsicherheit – die Zukunft ist unsicher!

00:19:38: Das müssen wir uns bewusst machen und das eben sowohl bei der eigenen Karriere als auch in den Betriebs- und Volkswirtschaftlichen Unternehmen vorbereitet.

00:19:47: Für Unsicherkeit ist man natürlich dann, wenn man viele Erfahrungen gesammelt hat oder selbst vertrauen hat und überhaupt mal ein Risiko wagt….

00:19:55: Und gerade Risikowagen, das tun Unternehmerinnen und Unternehmer.

00:20:01: Und durch Risikovagen Innovationen schaffen.

00:20:04: dadurch wird technischer Fortschritt und da wird Wohlstand geschaffen.

00:20:08: Also Thema Unsicherheit es gehört einfach dazu und wichtig ist immer dass wir abwägen was könnte alles passieren Was sind die Risiken, die ich eingehe?

00:20:22: Und wenn wir das jetzt noch mal beziehen auf neue Schritte wagen, dann dürfen wir nicht vergessen gerade die Chancen auch schwer genug wegenzulassen als dass wir sehen durch die Veränderung.

00:20:33: Durch den Mut, durch was Neues ausprobieren, dass wir dadurch gewinnen können und es ist volkswirtschaftlich wie gesagt eigentlich der Motor des ganzen Wachstums und des wachsenden Wohlstandes.

00:20:44: Jetzt hast du uns eigentlich mit diesem volkswirtschaftlichen Thema den perfekten Rahmen gegeben, Gabriele um noch zu unserem zweiten Lieblingsthema schlechthin zu wechseln.

00:20:53: Nämlich zu finanzen!

00:20:54: Birgit Du bist Vorstellend im zentralen Wertpapierhaus der Sparkassen.

00:20:58: Was macht denn Wertpapiere und den Finanzbereich für dich besonders spannend?

00:21:02: Und was macht deiner Meinung nach diese Branche vielleicht auch gerade für junge Menschen so interessant?

00:21:07: Ich habe ja vorhin auch schon gesagt am Anfang hab ich gesagt in der Bank.

00:21:10: Niemals!

00:21:11: Könnten

00:21:11: wir ja gerade dich fragen, Tanja?

00:21:12: Was hat's für dich auch zuerst mal billigit?

00:21:15: Also ich finde die Finanzbranche hat unwahrscheinlich viel zu bieten.

00:21:18: Ich bin ja auch schon lange drin und habe sogar mit einer Banklehrer gestartet vor dem Studium.

00:21:23: Und es sind so viele tolle Jobs, die einfach Spaß machen.

00:21:28: Bei uns arbeiten neben Vormenagern, Analysten und Volkswirten auch Eventmanager, Innovationsstrategien, Programmiererinnen.

00:21:38: Und vieles mehr!

00:21:39: Ich könnte jetzt eine ganze lange Liste noch aufzählen aber ihr merkt was ich sagen will.

00:21:43: es sind extrem vielfältige Profile und unterschiedliche Aufgabenfelder die man auf dem ersten Blick wahrscheinlich in der Bank gar nicht vermuten würde.

00:21:51: Banken wirken auf den ersten Blick vielleicht, wie sagt man sie schön im Englischen an, sexy.

00:21:57: Aber die sind die Basis für unsere Zukunft in dem wir Banken den Menschen helfen ihr Vermögen zu vermehren.

00:22:03: ganz simpel und schließlich helfen wir nicht nur den Menschen mehr aus ihrem Ersparten zu machen uns sich Träume zu ermöglichen sondern wir stellen als Bank auch mittelbereit mit denen Unternehmen neue Produkte entwickeln Gebäude bauen zum Beispiel oder noch viel wichtiger Zukunftstechnologien vorantreiben, mit deren Hilfe die Gesellschaft insgesamt weiter kommt.

00:22:25: Also in Summe absolut sinnstiftende Tätigkeiten.

00:22:29: und hinzukommt dass es im Finanzbereich um tiefgreifende Analytik aber auch Psychologie geht.

00:22:35: Die Fragen sind, wie funktionieren Märkte?

00:22:38: Wie funktionieren Menschen?

00:22:40: und das beides zu verstehen.

00:22:41: Und daraus dann geeignete Produkte zu schaffen – genau das ist das Spannende und Herausfordernde!

00:22:48: Vielen Dank Birgit.

00:22:49: jetzt hast du uns gesagt was dich an der Finanzbranche so fasziniert.

00:22:52: aber du bist ja auch schon sechs Jahre Teil des Sparkassenfinanzgruppe und ich würde von dir gerne noch wissen was dich besonders an der DECA begeistert.

00:23:01: Ja, das ist die Kombination international ganz nah an den Märkten zu sein.

00:23:06: Immobiliemärkte, Kapitalmärkte mit CEO sich auszutauschen der großen Unternehmen und gleichzeitig vor Ort in den Sparkassen bei den Kunden deutschlandweit in jeder Region zu sein Und genau diese Nähe und das Verständnis für die lokalen Bedürfnisse ist einmalig In dieser Form würde ich sagen am deutschen Markt und macht die Sparkassenfinanzgruppe besonders.

00:23:31: Gabriele weiß, was jetzt kommt.

00:23:33: Die Frage nach dem Ob stelle ich euch nicht aber mögt ihr unseren Hörerinnen und Hörern vielleicht zum Abschluss noch verraten wie Ihr persönlich das somit der Geldanlage haltet?

00:23:42: Ja regelmäßig damit meine ich den Sparplan und natürlich breit gestreut über alle Anlageklassen

00:23:49: Und gerne, also ich mache es ähnlich oder gleich wie du dann bringt und gerne auch immer wieder Chancen nutzen.

00:23:55: Wenn mal die Märkte etwas schlechter laufen dass man dann reingeht weil wenn Märkte mal runtergehen heißt das nicht dass es ab jetzt immer runter geht sondern meistens gehts darum die Erholung kommt und dann wieder mutig sein und reingehen.

00:24:08: Also Am Ende muss ich natürlich zugeben, ich investiere ziemlich langweilig weil ich mir zu wenig Zeit nehme für mein Geld.

00:24:14: Aber der hochgelobte und hochgeliebte Vorsparplan den kann man ja auch mit allen möglichen Beträgen pro Monat machen.

00:24:21: Ja vielen lieben Dank Birgit, dass du dir heute die Zeit für uns genommen hast und das du mir und unseren Hörerinnen Mut gemacht hast.

00:24:28: Da bin ich mir ganz sicher!

00:24:29: Ich wünsch dir jetzt auf jeden Fall ganz viel Erfolg in der neuen Rolle und ich drück dir und natürlich uns allen die Daumen, dass die Weltpapiermärkte auch in der zweiten Jahreshälfte gut laufen.

00:24:39: Vielen Dank Daniela!

00:24:40: Das schadet ja sicher nicht für uns alle oder auch unsere Anlagen?

00:24:43: Ich wünsche mir auch, ja, ja...

00:24:45: Und es hat wie immer Spaß gemacht weil wieder bei euch im neuen Podcast zu sein und ich hoffe ich werde nochmal eingeladen

00:24:51: Von mir aus auf jeden Fall.

00:24:52: Auf

00:24:52: jeden Fall!

00:24:53: Das war's für heute mit Manni und Hermainth, vielen lieben Dank an alle die reingehört haben und wenn euch die Folge gefallen hat dann abonniert uns doch gerne und empfehlt uns weiter und wenn ihr einen Themenwunsch habt oder fragen denn schreibt uns wie immer gerne an podcastetdk.de.

00:25:08: Vielen dank fürs Reinhören und bis bald!

00:25:10: Bis

00:25:11: bald!

Über diesen Podcast

Money on her Mind ist der Deka-Podcast von Frauen für Frauen, der sich mit Themen rund um Wertpapiere, Female Empowerment und finanzielle Unabhängigkeit auseinandersetzt. Er richtet sich vor allem an Frauen, die sich für Wertpapiere interessieren, aber bislang wenig oder noch keine Berührungspunkte mit der Geldanlage hatten. Ob Altersvorsorge, Budgetplanung oder auch das Erklären von wichtigen Finanzbegriffen, Money on her Mind ist unterhaltsam, informativ und vor allem nahbar.

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