Money on Her Mind

Money on Her Mind

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00:00:03: Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Money on Hermain, dem DECA Finanzpodcast rund um Geld und Karrierethemen.

00:00:26: Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt – es gibt zwar einen brüchigen Waffenstillstand aber wann die Kriegsparteien einen echten Friedensvertrag schließen das steht noch in den Sternen.

00:00:37: In dem Konflikt steht aus wirtschaftlicher Sicht vor allem die Straße von Hormus im Fokus, eine der wichtigsten Handelsrouten für Rohstoffe weltweit.

00:00:45: Und die aktuelle Krise stellt uns vor eine ganz grundsätzliche Frage nämlich wie abhängig ist die globale Wirtschaft eigentlich heute von Rohstoffen?

00:00:53: Welche sind besonders wichtig und welche geopolitischen Risiken sind bedeutsam?

00:00:58: Welche Rolle der Nahostkonflikt spielt und warum China bei vielen strategischen Rohstoffen inzwischen eine Schlüsselposition hat?

00:01:05: Und natürlich auch, was Anlegerinnen und Anlega aus all diesen Entwicklungen für ihre Geldanlage ableiten können.

00:01:11: Darüber spreche ich heute wieder mit dicker Volkswirtin und Rohstoffexpertin Dr.

00:01:15: Gabriele Wiedmann.

00:01:16: Hallo Gabriele!

00:01:17: Schön dass du da bist – auch wenn zu einem nicht ganz so aufräulichen Thema.

00:01:22: Hallo Tanja, du hast wirklich recht.

00:01:24: Das ist gerade nicht wirklich erquicklich aber ich freue mich auch darauf dass wir uns über dieses Thema unterhalten.

00:01:29: Gabriele, wir verfolgen ja beide ganz gerne die Nachrichten und die Straße von Hormus ist nach wie vor in aller Munde.

00:01:36: Warum schauen denn die Märkte so genau auf diese kleine Mehrenge im persischen Golf?

00:01:41: Und was hat das mit der Angst vor einer möglichen Energiekrise zu tun.

00:01:46: Um ehrlich zu sein, Tania.

00:01:47: Ich muss am Anfang der Krise sogar noch mal nachschauen wo die Straße von Homoos überhaupt ist und die ist wirklich irgendwo weit weg von dem was ich sonst so auf der Weltkarte anschaue.

00:01:56: und trotzdem hat sie eine Wahnsinns Bedeutung weil zwanzig Prozent des weltweiten Öltransports geht durch Sie.

00:02:04: und übrigens es ist nicht nur Öl sondern sind auch weitere wichtige Energie Rohstoffe weitere sonstige Rohstoffen Und was dazu kommt, es sind zehn Prozent des globalen Handels.

00:02:15: Was dadurch fließt und der Punkt ist eben wir dürfen bei diesen Diskussionen um da kommt nicht raus, was wir unbedingt brauchen.

00:02:23: Es geht nicht nur darum sondern durch diese Straße von Hormuz geht auch viel rein nämlich in die Länder, die dort angrenzen an den persischen Golf oder in der Nähe sind Die leben davon, dass da Lebensmittel durchgehen.

00:02:36: Dass da wichtige sonstige Güte und Rohstoffe für diese Länder durchgehen.

00:02:41: Und man muss auch da bedenken das in den Ländern zurzeit zum Teil Nahrungsmitteln knapp heid herrscht.

00:02:47: Übrigens eins noch Auch jetzt gleich im Anfang viel von den Energie-Rohstoffen Also gerade von dem Rohöl geht nach Asien nicht nach Europa Nicht irgendwo anders hin.

00:02:57: Das heißt es ist auch besonders Asien was sich darunter leidet.

00:03:01: Und würdest du denn sagen, dass wir aktuell schon von einer Energiekrise sprechen können?

00:03:06: Weil diese Rohstoffe weder rein noch rausgehen.

00:03:09: Bei uns definitiv nicht sonst würden wir es ja merken an der Tankstelle das irgendwie die Preise wahnsinnig hoch sind.

00:03:14: da sind sie nicht aber in Asien in einzelnen Ländern ganz klar Ja Das kriegen wir alle gar nicht mit.

00:03:21: Aber in wie vielen armen asiatischen ländern im Augenblick Nicht nur energie sondern auch nahrungsmittel fehlen das ist wirklich dramatisch.

00:03:28: und Die Ausnahme ist aber China

00:03:30: Definitiv ja.

00:03:31: Und da ist dann eben der Grund, dass China Reserven hat, strategische Reservent angelegt hat schon vor langer Zeit in enormer Menge und die leben jetzt davon, dass sie diese Reservern auch aufbrauchen.

00:03:43: Die anderen Länder konnten sich das gar nicht leisten und die anderen Länder können sich den hohen Ölpreis nicht leisten.

00:03:49: Das macht dann den Unterschied.

00:03:50: China ist reicher und hat Frau Schaud agiert.

00:03:54: Ich glaube, schauen wir uns gleich noch mal ein bisschen genauer an... Der Krieg im Nahen Osten dauert ja schon seit Ende Februar.

00:04:01: Wenn du sagst, dass jeden Tag so viel Rohöl für den Rest der Welt fehlt wie kann es denn sein das wir immer noch keinen echten Mangel erleben?

00:04:09: Die ganze Welt hat strategische Reserven angelegt.

00:04:12: Also nicht nur China, was ich eben schon erzählt habe, sondern ganz viele Länder.

00:04:15: Das war damals die Erfahrung sogar schon aus der Zeit von Anfang der Siebziger und auch Anfang der Achtziger als Rohstoffe, Rohöl ja auch mal ausgingen haben alle strategische Reserve angelegt sowohl Staaten als auch Unternehmen.

00:04:27: da wird jetzt etwas freigegeben.

00:04:28: also das macht es einfacher und man muss immer wieder staunen irgendwie gibt's dann doch eine große Flexibilität und irgendwie hat man reagiert Und es ist immer noch nicht problematisch, obwohl der Krieger schon eine ganze Zeile dauert.

00:04:44: Aber wenn man diese Reserven jetzt abbaut, damit es nicht zu Versorgungsengpässen kommt – wie lange kann das denn gut gehen?

00:04:52: Weil selbst ein Reserve ist ja irgendwann mal alle!

00:04:56: Die Frage, die du jetzt stellst... Also da sitzen wir jetzt sogar schon seit einigen Tagen.

00:05:00: Der ist sogar wochen da und staunen weil wir bei diesen strategischen Reserven, die ja angelegt wurden gedacht haben also wir haben ausgerechnet wie viel werden sie ungefähr freigeben?

00:05:10: Wie lange reicht das?

00:05:11: Wir hatten gerechnet und wir haben eigentlich gedacht dass so jetzt Anfang Mitte Juni, dass es jetzt wirklich eng wird.

00:05:16: aber ich habe den Eindruck, dass die Rohölmärkte sind zumindest jetzt entspannt.

00:05:21: der Rohlpreis ist sogar relativ niedrig längst nicht so hoch wie er zwischendurch schon war Und ganz besonders bei Flugzeugbenzin, beim Kerosin hat man zwischendurch darüber geredet dass es knapp wird.

00:05:31: Dieselheizöl hat man gedacht und im Augenblick redet man nicht mehr viel drüber.

00:05:36: also erscheint das da mal wieder eine große Flexibilität stattgefunden hat.

00:05:41: Aber wie kann das eigentlich sein?

00:05:42: Also du hast das gerade schon gesagt zwischenzeitlich war ja der Preis an der Zappsäule schon etwas höher.

00:05:48: ich hatte aber auch nicht das Gefühl dass es wirklich einen Einfluss auf die Leute zumindest hier hatte.

00:05:53: Es sind ja nach wie vor Unendlich viele Autos auf den Straßen gewesen.

00:05:57: Also man hat ja eine Zeit lang gemunkelt, gibt es jetzt so ein Sonntagswahrverbot oder sowas?

00:06:01: das ist ja alles nicht der Fall gewesen.

00:06:03: Ja

00:06:03: also ich habe auch den Eindruck dass der Konsum weitgehend normal weiterläuft von dem Rohöl.

00:06:07: und Punkt eins ist natürlich dass der größte Verbraucher von Rohöl China die ziehen deutlich weniger vom Weltmarkt ab weil sie jetzt ihre strategischen Reserven angegriffen haben und wie gesagt sind riesig zwei größte verbrauche USA die versorgen sich selbst Das ist auch kein Thema die asiatischen Länder, von denen ich vorhin erzählt habe.

00:06:27: Die

00:06:27: wegen des hohen Preises ihren Verbraucher drastisch nach unten genommen haben.

00:06:31: und plötzlich ist eben dieses es fehlen bei sich fünf bis zehn Prozent jeden Tag von dem Rohöl weil's nicht rauskommt ausm Golf.

00:06:39: Das ist dann plötzlich nicht mehr so ein großes Problem, weil viel Anpassung stattfindet und man darf nicht vergessen auch bei uns.

00:06:45: Auch wenn die Straßen immer noch voll sind.

00:06:47: aber wenn der Benzinpreis höher ist und das ist ja als vor dem Krieg Dann ist es schon so dass Menschen tendenziell weniger verbrauchen und bisschen mehr sparen.

00:06:55: Und am Ende muss man einfach sagen Man schaut dann auch wenn Preise höher sind auf Alternativen.

00:07:01: wo kriegt man sonst noch her?

00:07:02: oder was kann man sonst machen um seine Energie zu gewinnen?

00:07:06: Und jetzt haben wir vor allem über den Ölpreis und Energie gesprochen.

00:07:09: Euren Marktanalysen weißt ihr aber darauf hin, dass eine anhaltende Blockade der Straße von Hormus ja noch viele weitere Produkte und Rohstoffe betrifft.

00:07:17: Nahrungsmittel hast du ja auch schon angesprochen und das das viel weitreichendere Folgen hätte als nur... Wir haben vielleicht ein bisschen höhere Benzinpreise.

00:07:29: Wenn du sagst, Nahrungsmittel habe ich ja vorhin gesagt.

00:07:31: Die werden nicht rein transportiert.

00:07:33: das heißt die Menschen gerade im Iran haben auch Hunger und haben wirklich Mangel überall.

00:07:38: aber das Thema Nahrungsmittel hat auch nochmal eine andere Dimension nämlich was da noch rauskommt aus der Straße von Hormuz.

00:07:45: es ist Ammoniak.

00:07:47: Der wird aus Erdgas produziert, das fehlt im Augenblick.

00:07:50: Und aus Ammoniak macht man Harnstoff und aus Harnstoff macht man Dünger.

00:07:53: Und Düngern braucht man um Nahrungsmittel zu produzieren.

00:07:55: also das heißt da wo jetzt dieser Mangel ist an Düngen oder Düngertäure wird, wird das in absehbare Zeit dann zu Nahrungsmittelmangel führen.

00:08:03: Also das ist so ein Punkt der wirklich gravierend ist diese Angst um die Dünge nicht zu unterschätzen.

00:08:09: Der zweite große Punkt über den wir reden ist das Helium.

00:08:13: Helium ist auch so ein Abfallprodukt von der Erdgas-Produktion, das kommt einfach mit raus Und Helium braucht man für die Produktion von Computerchips, damit da kein Sauerstoff dran kommt.

00:08:24: Dann gibt man das Helium dran und Helium ist wirklich knapp geworden.

00:08:29: Das könnte wenn es jetzt so weitergeht auch dazu führen dass man Computerchip nicht mehr so stark produzieren kann und Computerchhips brauchen wir – das wissen wir alle ganz dringend für diese künstlichen Intelligenzgeschichten.

00:08:41: also das sind so Dinge die können dann die Lieferketten und überhaupt diese ganzen Abläufe denn ganz schön stören.

00:08:47: Eins vielleicht noch, also du merkst schon das ist ganz viel.

00:08:49: Ich werde auch nicht alles erzählen aber eins noch was ich auch spannend finde Rohöl wird ja nicht nur benötigt für Benzin sondern aus Rohöl werden auch ganz viele anderes produziert wie Kunststoffe Lacken Medikamente Kosmetika auch nicht zu vergessen.

00:09:07: und ich habe kürzlich in der Zeitung einen Artikel gelesen In Japan werden jetzt die Verpackungen für Chips war das glaube ich zum Essen keine Computerchips Die sind so knallbunt bei denen und die werden jetzt im Augenblick nur das schwarz-weiß produziert, weil Lacke und diese Farben eben für diese Plastiktüten so teuer geworden sind oder sogar so knapp geworden sind dass man jetzt eine Alternative befunden hat.

00:09:32: Und auch daran merkt man es dann, dass es eine Knappheit gibt aber eben dass es auch Reaktionen gibt.

00:09:37: Also Unternehmen, die flexibel bleiben und vielleicht machen sie das ja auch langfristig wenn wir dadurch den Ölverbrauch für Chips tüten haben.

00:09:46: Aber würdest du sagen, dass damit auch die relativ starken Marktbewegungen der vergangenen Wochen zusammenhängen mit diesen Lieferketten?

00:09:53: Ja.

00:09:54: Definitiv!

00:09:55: Und am Ende ist es... Also wenn Du die starken Marktbewegung ansprichst ... Am Ende ist immer dieses Hoffen und Bangen der Märkte.

00:10:03: wird die Straße von Hormuz wieder befahrbar?

00:10:05: also reichen die Reserven noch?

00:10:07: geht das alles noch bis dann endlich Frieden herrscht?

00:10:10: Und ich habe das noch selten so stark erlebt, wie jetzt in den letzten Wochen dieses Auf und Ab.

00:10:15: Also einen Tag hoffen!

00:10:17: Da geht es wieder darum.

00:10:17: wir haben Waffenstillstand Wir haben Friedensverhandlungen Das sind bald abgeschlossen Dann jubeln alle dann geht der Ölpreis runter, dann gehen die Aktien hoch Dann gehen auch die Renditen runter.

00:10:25: Man kann eine Rente merken, dann wieder ein bisschen Gewinne einfahren Und am nächsten Tag da ist dann wieder irgendeine Bombe gefallen oder irgendeinen Angriff hat stattgefunden Und sagt Geht dann der ÖLpreis wieder hoch?

00:10:36: Dann gehen die Aktionen wieder runter als.

00:10:38: Es ist wirklich so ein Auf-und ab.

00:10:40: Aber auch da muss ich staunen, weil das ist nur ein Auf- und Ab.

00:10:44: Es ist keine Abwärtsdientin.

00:10:46: Also kein Trend wo man jetzt sagen würde, man kriegt so langsam Panik sondern es ist immer noch viel Gelassenheit nur auf und ab.

00:10:53: Und ein bisschen schwingt es ja schon mit in dem was du uns berichtet hast.

00:10:58: aber wenn wir auf die Themen Wirtschaftswachstum, Inflation und Zinsen schauen Was würdest du sagen, hat das alles für Auswirkungen?

00:11:06: Also werden die Notenbanken auch wieder auf beispielsweise die Energiepreissteigerung reagieren.

00:11:13: Ja ich habe ja gerade so gelassen gesagt naja das geht nur auf und ab aber natürlich sind die EnergiePreise ganz stark angestiegen.

00:11:18: und wie gesagt die folgen dann für die Nahrungsmittelpreise.

00:11:21: Und ja, die Inflationsraten sind wieder deutlich höher.

00:11:24: Hatten wir bis Februar noch gedacht?

00:11:27: Da ist die Ininflation völlig easy so Richtung zwei Prozent läuft und da bleibt es.

00:11:31: Gehen wir plötzlich wieder Richtung drei Prozent in Deutschland, in Euroland, in den USA gerade in den Merching Markets sind die Inglationsraten sogar jetzt schon deutlich höher.

00:11:40: und das heißt eben wo ich vor ein paar Wochen noch ganz entspannt gesagt habe Leute die Leitsinzen gehen seitwärts in den US vielleicht noch ein bisschen runter würde Ich jetzt mal sagen In Euroland ist die Tendenz, dass wir jetzt ein bis zwei Leitzins-Erhöhungen bekommen.

00:11:55: Um twenty-fünf Basispunkte also da geht es schon bisschen nach oben.

00:11:59: das ist noch nicht dramatisch, das ist nicht stark bremstens.

00:12:01: aber dann muss die ECB was tun gegen die Inflation in den USA?

00:12:05: Ist es so, dass man jetzt wo man noch gedacht hat naja die kriegen noch ein zwei Leitsin Senkungen denkt man eher dieses Jahr keine Leitzin senkung mehr?

00:12:13: man redet schon drüber ob eine leitzins Erhöhung kommt und Es ist schon soweit der ja die ganze Zeit Druck gemacht hat mit Leitsinzen senken, Leitsinsen senken in den USA.

00:12:23: Dass er jetzt schon viel vorsichtiger wird und so Sprüche macht mit bitte, bitte keine Leitsints Erhöhung.

00:12:28: also man merkt auch er hat gelernt und zum Thema gelernt wir hatten eine Wahnsinns Inflationswelle in den Jahren twenty-einen und zwanzig, zweiundzwanzig und noch dreiundzwannzig Und alle Notenbanken gerade die großen EZB FED haben Respekt dass das wiederkommt Ölpreise, Energiepreise hoch bleiben oder sogar noch mal steigen.

00:12:49: Das ist so größer das Risiko, dass eine weitere Inflationswelle kommt und deshalb ist es gut, dass da jetzt mit der Geldpolitik auch gleich gehandelt

00:12:56: wird.".

00:12:57: Und wir wissen ja auch, das bedeutet immer auch Belastungen für Staaten und Unternehmen und letztendlich ja auch für die privaten Verbraucherinnen und Verbrauchern?

00:13:07: Gerade die Menschen, die Schulden haben!

00:13:09: Für die ist es schwierig, weil jetzt die Zinsen für die Schulden wieder ansteigen.

00:13:13: Und wenn ich Schulden habe und die Zinzen steigen dann kann mich das so stark belasten dass sich vielleicht in die Insolvenz gehe.

00:13:18: Das gilt für private, das gilt auch für Unternehmen.

00:13:21: Das geht auch für Finanzunternehmen, die hochverschuldet sind.

00:13:24: Und das Risiko hat man jedes Mal aufs Neuewind zinsen.

00:13:27: Auch so unerwartete jetzt wieder Ansteigen, dass da vielleicht aus irgendeiner Ecke eine Verschuldungsgeschichte kommt.

00:13:33: Es sieht nicht so aus?

00:13:34: Auch deshalb nicht!

00:13:35: Weil die Zinc nur moderat steigen aber es tut weh.

00:13:38: Und gerade eben wenn ich Schulden habe und die Zinsen dann steigen.

00:13:42: Andersherum muss man natürlich auch sagen, wer spart, wer gerne mit sicheren Zinsensparte verdient ist eine Freude weil die sicheren zinsen gerade wieder ein bisschen ansteigen.

00:13:51: Das stimmt jetzt haben wir wieder viel über Rohstoffe in Zusammenhang mit Energie oder mit Rohöl gesprochen.

00:13:57: was gibt es denn noch für Rohstoffer über die ihr Volkswerte zurzeit viel diskutiert?

00:14:02: Wenn ich so ein Beispiel rausziehe, Aluminium ist ein ganz großes Thema.

00:14:05: Aluminum-Produktion ist höchst energieintensiv und wenn die Energie jetzt teurer wird dann wird Aluminums teurer und Aluminiums braucht man immer und überall.

00:14:14: das ist ein Leichtmetall das kann ganz viel leisten.

00:14:17: Das ist gerade ein großes Thema.

00:14:19: der Aluminumpreise ist auch deutlich gestiegen Und dazu muss man wissen dass im persischen Golf sehr viel Aluminuum produziert wird weil dort natürlich die Energie sofort zur Verfügung steht, günstig ist und das Aluminium kommt nicht raus.

00:14:33: Also es wird gerade knapp so.

00:14:34: ganz nebenbei eigentlich China der weltgrößte Aluminumproduzent.

00:14:39: aber das hilft mir nichts wenn so ein großer Teil aus der Straße von Hormuz eben fehlt.

00:14:43: Und Kupfer beispielsweise für euch auch ein Thema.

00:14:45: Das ist ja auch ein Metall, das sehr vielfältig einsetzbar ist.

00:14:48: Ja und zwar gerade in Bauindustrie braucht man es ja und man braucht's für elektrische Leitungen also im ganzen Thema Netzausbau, Stromverfügbarkeit.

00:14:58: Interessanterweise ist das nichts worüber wir viel reden.

00:15:00: der Kupfferpreis ist zwar auch gestiegen und zwar fast so stark wie Aluminium aber darüber diskutieren wir seltsamer Weise nicht.

00:15:10: Kupfer wird einfach viel in China benötigt, weil die dort immer noch relativ viel bauen und das ist weit weg.

00:15:16: Bei uns ist es einfach so sagen wir mal ein bisschen was für den Strom brauchen da redet man nicht so viel drüber.

00:15:22: Und noch ein Thema dass mich interessiert wären die seltenen Erden weil auch die braucht man ja.

00:15:29: und KI-Branche?

00:15:30: KI,

00:15:31: das stimmt.

00:15:32: Und dann kommt noch dazu alles Mögliche mit Stromnetzen.

00:15:35: also wir brauchen ja mehr Strom nicht nur für KI sondern auch für Ausbau von regenerativen Energien usw.

00:15:42: Deshalb sind die seltenen Erden weiterhin ein Riesenthema jetzt nicht durch die Straße von Hormuz weil es ist da nicht das Nadelöhr.

00:15:49: Die kommen eher aus China.

00:15:53: Das unterschätze auch ich immer wieder.

00:15:55: Ich habe kürzlich mit einem Unternehmer geredet, der einfach so einen kleinen mittelständischen Metallbearbeitungsbetrieb hat und der hat mir erzählt dass man seltene Erden auch braucht um Metalle zu härten.

00:16:05: heutzutage braucht man viel härtere Metalle als noch vor ein paar Jahren Jahrzehnten.

00:16:09: Und das ist wie gesagt abseits von dem Thema auf einer Straße von Hormuz Ein ganz großes Thema weil selte die erden ja auch Knapper werden.

00:16:18: und du sagst jetzt schon insbesondere für Zukunfts technologien braucht sehr verschiedenste Rohstoffe.

00:16:23: Die sind auch außerhalb des Nahen Ostens.

00:16:26: Nichtsdestotrotz laufen die Handelsbeziehungen ja auch da nicht immer reibungsfrei, wenn wir jetzt beispielsweise mal über China und die USA nachdenken.

00:16:35: Kannst du uns dazu noch ein aktuelles Beispiel geben?

00:16:38: Ja, wenn du sagst China-USA ist ja der größte mit Abstand der größten Produzent von seltenen Erden das hat Mehrere Gründe.

00:16:48: Klar, die haben seltene Erden zur Verfügung bei der Produktion aber sie können es eben auch günstig produzieren und Sie halten es aus dass das sehr dreckig ist, die Produktion von seltenen Erden.

00:17:00: Es gibt ja zum Glück seltener Erden auch an anderen Stellen in der Welt Aber China hat gewissermaßen fast ein Monopol darauf Und man braucht die für Elektromotoren Man braucht die für permanente Magnete und die braucht man gerade so in Sachen Windkraft ganz stark.

00:17:15: Ich habe es gesagt, für Härtung von Metallen.

00:17:17: Moderne Verteidigungsindustrie – ganz großes Thema.

00:17:21: auch wenn man sagt, man will wieder mehr investieren in Rüstungen, in Verteidingen Und China kontrolliert viele dieser seltenen Erden diese Rohstoffe.

00:17:29: China kontrolliert auch die Produktion.

00:17:31: Das heißt, für den Augenblick ist das schon was Kritisches als wir sind da abhängig.

00:17:34: aber auch da will ich wieder Entlastung bringen.

00:17:36: Da denkt man immer Katastrophe wenn die dann aufhören das zu liefern.

00:17:39: Aber es gibt überall auf der Welt zählterne Erden und man muss nur eben die produzieren Die auch verarbeiten.

00:17:46: Da kann man umstellen, der Preis muss nur hoch genug sein und dafür ist es wohl jetzt noch nicht knapp genug.

00:17:52: Jetzt klingt das alles für mich wieder nach recht viel Unsicherheit und auch noch keine absehbare Lösung für diese Probleme und Konflikte die wir diskutiert haben.

00:18:02: was würdest du denn sagen?

00:18:02: wie sollen sich Anlegerinnen und Anlegers in solchen Zeiten verhalten?

00:18:08: Jetzt frage ich mich, wenn du mich das fragst.

00:18:09: Meinst Du dann so die Anlage in Rohstoffen oder ganz allgemein in Geldanlagen?

00:18:15: Ich würde sagen Allgemein weil wir haben ja gerade von dir gelernt dass alle Unternehmen Rohstoffe brauchen.

00:18:21: Okay und die dann wiederum am Aktienmarkt oder im Rentenmarkt okay vielen Dank aber

00:18:25: vielleicht kann es auf das andere auch noch kurz eingehen.

00:18:27: Okay kann nicht machen.

00:18:29: also zum einen generell Geldanlage.

00:18:32: Das ist jetzt eine Krise Die trifft uns im Aufblick hart.

00:18:35: Wir haben den Eindruck dass es eine ganz außergewöhnliche Krise ist, ganz schwierige Zeit.

00:18:40: Ich möchte noch mal kurz daran erinnern das haben wir jedes Mal in jeder Krise.

00:18:44: ich habe schon viele Krisen miterlebt in den letzten fünf und zwanzig Jahren die ich bei der DK Bank arbeite.

00:18:49: also macht euch bitte bewusst liebe Hörerinnen, liebe Hürre!

00:18:54: Das ist ne Krise die wird vorbei gehen.

00:18:56: Ich hab's ja mehrfach auch schon erwähnt was auch immer an Problemen auftritt man wird flexibel darauf reagieren.

00:19:02: wichtig ist am Ende immer Die Weltwirtschaft wächst und die überraschende Weiße wächst, die auch jetzt allein die US-Wirtschaft, die weiterhin greiflich wächst.

00:19:11: Europa ist eher so im starknationsleichten Wachstumsmodus okay aber der Rest der Welt wächst das heißt insgesamt trotz aller Probleme.

00:19:19: die Unternehmen erwirtschaften steigende Gewinne ganz besonders die Unternehmen im Teichbereich.

00:19:24: KI da wächst weiter hin und das ist auch das was so das globale Wachsum gerade ganz stark treibt.

00:19:30: Das dürfen wir nicht vergessen.

00:19:32: das heißt am Ende Tanja wenn du sagst würde ich jetzt im Augenblick machen.

00:19:36: Das Gleiche wie immer, nämlich wäre sein Vermögen breitstreut über unterschiedliche Anlageklassen und da könnt ihr gerne auch Rohstoffe reinnehmen.

00:19:44: das so ein bisschen aber bitte immer nur als Beimischung weil es ist schon eine ganz schwierige Anlageklasse.

00:19:48: wenn ihr streut über Regionen über Branchen ganz besonders eben auch immer weltweit denkt dann seid ihr so robust gegen solche Krisen dass ihr sogar in der Krise selbst jetzt nicht allzu viel dramatisch seid erlebt, aber viel stärker noch.

00:20:02: Es geht ja um das langfristige Geldanlegen und die Weltwirtschaft wächst weiter.

00:20:07: Und wenn man eine Krise ist, eine kurze Rezession, danach wächst sie wieder weiter.

00:20:13: Also ganz klar reagiert nicht auf einzelne Schlagzeilen auf schreckens Nachrichten sondern denkt langfristig bei eurer Geldanlage.

00:20:22: Jetzt haben wir über ganz viele verschiedene Themen gesprochen.

00:20:25: Was sind denn für dich so die drei wichtigsten Botschaften oder Erkenntnisse rund um Rohstoffe, die unsere Hörerinnen und Hörern aus dieser Folge mitnehmen sollten?

00:20:33: Wenn ich es mal ganz stark auf Rohstoff konzentriere – der erste Punkt gerade beim Öl das ist immer wieder Auslöser für eine Störung von der Weltwirtschaft.

00:20:43: Das ist ganz klar!

00:20:45: Und Öl ist und bleibt der Schmierstoff der Welt auch in der digitalisierten Welt.

00:20:50: also Wir brauchen Rohöl, diese Rohstoffe rundherum für alle möglichen Produktionen.

00:20:56: Das habe ich noch mal neu gelernt.

00:20:58: Also wir sind nicht draus aus dem Zeitalter des Rohöls.

00:21:01: Zweitens gerade Thema für so rohstoffarme Länder wie Deutschland.

00:21:06: Wir müssen noch stärker darauf achten dass wir Rohstoffes sichern das wir lager strategische Lager anlegen.

00:21:13: Dass wir unterschiedliche Quellen für die Rohstoff haben also dass wir auch als Land als Volkswirtschaft Risiken verteilen und minimieren.

00:21:19: Und drittens Jetzt bin ich bei den Anlegerinnen und Anlegern.

00:21:23: Es ist und bleibt wichtig, dass wir langfristig denken, dass sie breit streuen und das auch auf das langfristige Wachstum der Weltwirtschaft vertrauen.

00:21:32: Und wenn wir breit gestreut haben dann ist es immer noch die beste Antwort auf geopolitische Unsicherheit.

00:21:37: Die Krisen kommen und gehen auch wieder und die nächste Krise kommt bestimmt auch wieder auf.

00:21:42: die Vergangenheit hat gezeigt.

00:21:44: Wenn wir das beherzigen diese Anlagestrategien, können wir in solchen Krisen gelassen bleiben.

00:21:50: nochmal das Loblied auf die Marktwirtschaft.

00:21:54: In marktwirtschaften reagieren Unternehmen und Verbraucher flexibel, finden Alternativen und das Leben geht weiter und das ist das Wichtige für mich.

00:22:03: Ja vielen lieben Dank Gabriele!

00:22:05: Das war wieder sehr spannend und ich habe auf jeden Fall neue Perspektive mitgenommen.

00:22:09: Ich hab nämlich ehrlich gesagt bei Rohstoffen auch immer zuerst nur an Öl- und Gas gedacht und das Thema ist ja noch viel viel breiter.

00:22:16: Und vielen Dank auch, dass du uns ein bisschen Mut gemacht hast das Krisen auch wieder vorübergehen können.

00:22:22: Falls ihr noch Fragen an Gabriele habt oder auch Themenwünsche für unseren Podcast dann schreibt uns wie immer gerne an podcastetdk.de.

00:22:29: Vielen Dank fürs Reinhören und

00:22:32: bis bald!

Über diesen Podcast

Money on her Mind ist der Deka-Podcast von Frauen für Frauen, der sich mit Themen rund um Wertpapiere, Female Empowerment und finanzielle Unabhängigkeit auseinandersetzt. Er richtet sich vor allem an Frauen, die sich für Wertpapiere interessieren, aber bislang wenig oder noch keine Berührungspunkte mit der Geldanlage hatten. Ob Altersvorsorge, Budgetplanung oder auch das Erklären von wichtigen Finanzbegriffen, Money on her Mind ist unterhaltsam, informativ und vor allem nahbar.

von und mit DekaBank

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